Archiv des Autors: Pfr. Gerhard Metzger

Kirchgang der besonderen Art

Mit insgesamt fünf Sportlerinnen und Sportlern haben sie die Nordic Walker der evangelischen Kirchengemeinde Altensittenbach in diesem Jahr an der deutschen Meisterschaft in Roding beteiligt. Die 3,3 Kilometer lange Strecke musste dreimal gewalkt werden. Sie war mit einer Steigung und teilweise steinigen Untergrund sehr anspruchsvoll. Alle 150 Meter stand ein strenger Wertungsrichter, so dass eine sorgfältige Technik gefordert war. Einige Starter wurden nach dreimaliger Verwarnung aus dem Wettbewerb ausgeschlossen. Bei den fünf Walkern der Thomaskirche gab es aber keinerlei Einwände. Lukas Kalb wurde mit 15 Jahren dank seiner enormen Steigerung in diesem Jahr in das Nordic Walking Team Bayern berufen und belegte mit dieser Mannschaft den dritten Platz. Bei den anderen vier startete mit Rainer Koch ein Sportler, der mit Altensittenbach seit vielen Jahren verbunden ist. So trat dieses Quartett als Mannschaft „Evangelische Kirchengemeinde Altensittenbach/TV Sulzbach-Rosenberg“ an. Alle gaben ihr Bestes, erzielten persönliche Bestleistungen und brachten so ihre Mannschaft am Ende auf den hervorragenden fünften Platz.

Als bester Einzelstarter kam Lukas Kalb nach 1:09:36 Stunden ins Ziel und belegte damit bei den Männern den 14. Platz. Allerdings gab es bei ihm wegen zu geringer Beteiligung keine Altersklassenwertung, sonst hätte er sicherlich um die Deutsche Meisterschaft bei den Junioren mitgekämpft. Gerhard Metzger kam in 1:10:34 ins Ziel und belegte bei den Männern den 18. Platz. In seiner Altersklasse M 60 wurde er damit Fünfter. Rainer Koch belegte in 1:11:47 bei den Männern Platz 23 und in seiner Altersklasse M 60 den neunten Rang. Die Mannschaftswertung wurde mit zwei Männern und zwei Frauen gewertet. So waren alle auf die Ergebnisse der beiden Frauen gespannt. Claudia Rösel kam nach 1:18:57 in ziel und belegte damit den 18. Platz bei den Frauen. In der Altersklasse W 50 war das Rang sieben. Eva Liebel folgte knapp dahinter mit 1:19:26 und Platz 19 im Feld der Frauen. In ihrer Altersklasse “ 60 verpasste sie damit als Vierte nur knapp das Podium.

Kanutour auf der Pegnitz

Wir haben in diesem Jahr mit der Tradition einer Kanutour auf dem Main gebrochen. Denn die Jugendlichen wollten mal andere Gewässer erleben und so fiel unsere Wahl auf die gute alte Pegnitz und damit fast vor unsere Haustür. Mit 8 Kanus und einen Kajak stachen wir bei Artelshofen, AHOI! in See…pardon: in den Fluss. Diesmal waren wir eine ziemlich große Gruppe, daher war eine gemeinsame Fahrt schwierig, aber Dank der Umtragestellen fanden wir immer wieder zueinander und einige Mutige stürzten in den kalten Fluten und gingen (freiwillig) baden.

Weder Untiefen noch umgestürzte Bäume oder Horden von Kampfmücken konnten uns stoppen und so kamen wir rasch, nach nur drei Stunden in Hohenstadt an. Denn wegen der Trockenheit war leider nur eine verkürzte Strecke zu befahren. Alle 26 Teilnehmer kamen nach der Fahrt wohlbehalten, ohne zu kentern (wirklich nicht!), gesund (bis auf ein paar Mückenstiche, Bremsenbisse, aufgeschürfte Knie, kleine Stichwunden, Muskelkater, leichte Sonnenbrände, aber sonst wirklich gesund) in Altensittenbach an, wo uns schon der angeschürte Grill erwartete, auf dem wir nur unser Fleisch und Gemüse werfen mussten. Manche Eltern der Jugendliche kamen auch noch dazu und so haben wir einen schönen, sonnigen Tag gemeinsam ausklingen lassen.

Viktor Ambrusits

Von der Abtei zum Straußenhof

Der Ausflug des Seniorenkreises ging diesmal in die Oberpfalz nach Waldsassen und Kotzenbach. Am Anfang stand wie immer das Lesen der Tageslosung, ein Reisesegen und das Lied: „Geh aus mein Herz und suche Freud“. In Waldsassen wurde die Abtei mit dem berühmten Bibliotheksaal besucht. Lebensgroße, von Karl Stilp kunstvoll geschnitzte Figuren, tragen die Galerie. sie stellen allegorisch die Formen des menschlichen Hochmutes dar: Neid, Streitsucht usw. Nun ging es weiter nach Kappl. Hier befindet sich die Dreifaltigkeitskirche. Ein bedeutender barocker Rundbau und eines der Wahrzeichen des Stiftslandes. Durch die besondere Architektur und Ausstattung der Kirche, soll die Dreifaltigkeit symbolisiert werden. Neben dieser Kirche befindet sich die Gastwirtschaft „Kapplwirt“. Ein vorzügliches Mittagessen wurde uns hier serviert. Anschließend konnte die Kirche besichtigt werden. Vom Glasberg aus, konnte man einen herrlichen Blick ins benachbarte Egerland genießen. Nun ging es weiter zum „Straußenhof“ der Familie Franz in Kotzenbach. Hautnah kann man hier die „Strauße“ erleben. Frau Frank erzählte alles Wissenswerte über Aufzucht, Haltung und Vermarktung dieser imposanten Tiere. Beim Kaffeetrinken konnte man die selbstgebackenen Torten genießen. Beim „Showkochen“ staunten wir nicht schlecht, als aus zwei Straußeneiern für die gesamte Gruppe Rühreier hergestellt wurden. Im Hofladen konnte man viele Produkte erstehen. Hier gab es Eierlikör, Lampen, Taschen, Staubwedel, Cremes u.v.a. zu bestaunen und zu kaufen.

Anschließend ging die Fahrt zurück in die Heimat. Herzlichen Dank an Fahrer „Gerhard“ von der Fa. Tölk, der uns unfallfrei wieder nach Hause brachte. „Kein schöner Land in dieser „Zeit“ erklang zum Schluss dieses ereignisreichen Tages.

Ursula Wolfermann

Der Pegnitz entlang

Auch in diesem Jahr nahmen wir mit insgesamt 100 Sportlerinnen und Sportler am Landkreislauf teil. Er ging von Heldmannsberg über Alfeld, Waller, Schupf und Förrenbach der Pegnitz entlang bis zum Zielort Velden. Insgesamt waren wie im vergangenen Jahr 30 dabei, die 12 Jahre und jünger waren. Ben Smetana gehört dazu. Auf dem Bild zu sehen ist auch Alexander Wild, der den 5. Platz auf der 3. Etappe von Waller nach Schupf belegte. Gemeinsam mit Joshua Odefey (4. Platz bei der Etappe von Schupf nach Förrenbach) gehörte er so zu den besten Läufern.

Mitten im Juni musste der ein oder andere gegen die schwülen Temperaturen kämpfen, aber es hat allen sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn das Motto: „Dabei sein ist alles“ uns prägt, freuen wir uns doch über insgesamt 9 Pokale, die die Mannschaft gewonnen hat. Pfarrer Gerhard Metzger konnte den Ehrenpokal von Landrat Armin Kroder für die stärkste Gruppe entgegennehmen. Die Mannschaft Nordic-Walking 1 (gemischte Mannschaft) gewann zum dritten mal hintereinander und die Mannschaft Nordic-Walking/Frauenpower wurde wie im letzten Jahr nur knapp von Reichenschwand geschlagen und belegte den zweiten Platz.

 

Es gab für uns insgesamt drei Streckensiege. Alle wurden Von Teilnehmern der Mannschaft NW 1 gewonnen: Lukas Kalb, Sven Holstein und Gerhard Metzger.

Frida Reichel war mit 6 Jahren die jüngste Teilnehmerin und erhielt dafür einen Ehrenpries. Auf dem Bild ist ihre Freude deutlich zu erkennen. Ebenfalls auf dem Bild ist Lukas Kalb kurz vor dem Ziel in Schupf zu sehen. Er hat in diesem Jahr eine enorme Entwicklung gezeigt und wurde dafür mit der Berufung in das Nordic-Walking Team Bayern bei der Deutschen Meisterschaft belohnt.

 

Wie im letzten Jahr konnten gleich zwei Mannschaften die kleine Schnecke entgegennehmen und dürfen mit Landrat Armin Kroder zum Essen gehen. Einmal ist das die Laufmannschaft III und zum anderen die Nordic-Walking Mannschaft 5. Ebenfalls auf dem Bild zu sehen ist Walter Rollbühler. Schon zum sechsten Mal hat er den Weg von Alerheim (die frühere Gemeinde von Pfarrer Gerhard Metzger) in die Hersbrucker Schweiz genommen um bei diesem Event dabei zu sein.

Gedankt wird besonders unserer Sportbeauftragten, Andrea Glockner für das Mitorganisieren der einzelnen Mannschaften. Gedankt wird Rektorin  Ruth Schneider  von der Grundschule Hersbruck. Sie hat die AG „Lauftreff für Kinder“ ermöglicht, die von Friedrich Biegel kompetent geleitet wurde. So konnten viele junge Kinder aus der Grundschule zu solchen längeren Strecken herangeführt werden und viele haben beim Landkreislauf mitgemacht.

Gedankt wird der Stadt Hersbruck, insbesondere Frau Meister, dass wieder eine Zusammenarbeit mit der Mobilen Jugendarbeit möglich war. Der Leiter dieser Arbeit, Dietmar Dietz hat sich stark engagiert und so etliche Jugendliche zum Laufen motiviert.

Warum feiern wir Pfingsten?

Dass die Pfingstfeiertage gefühlt schon lange an uns vorübergezogen sind, hielt uns nicht ab im Vitamin CTeeniegottesdienst gemeinsam dem großen Kirchenfest auf die Spur zu gehen. Aufhänger war ein Interview Trailer. Menschen wurden befragt: „Warum feiern wir Pfingsten?

Viktor Ambrusits stieg voll in das Thema ein und erklärte einfach und eindrucksvoll, was damals an Pfingsten passierte. Der Impuls führte uns weiter über die Früchte des Geistes (Gal 5, 22) hin zu der individuellen Sprache der Menschen. Passend dazu wurde Gary Chapman mit den „fünf Sprachen der Liebe“ zitiert. Ausklang fand der warme Sommerabend mit einem gemeinsamen Snack, Unterhaltung und Musik im Jugendhaus.

Auf den Spuren der Vorfahren

Nachfahren von Johann Konrad Rösel waren wieder einmal aus Brasilien weit gereist, um den Heimatort und die Landschaft ihres berühmten Vorfahren aus Oberkrumbach zu erkunden. Dieser war 1898 als vierter bayrischer Pfarrer von Neuendettelsau nach  Brasilien ausgesandt worden, um die dortigen ausgewanderten fränkischen Lutheraner zu betreuen. Genau 100 Jahre später wurde diesem Jubiläum in Oberkrumbach aufgrund einer Initiative des damaligen Bürgermeisters Peter Stief gedacht. Genau 20 Jahre nach diesem Fest kamen die Enkelin Elfriede Tonn und zum ersten Mal die Urenkelin Aurea Tonn nach Oberkrumbach und waren sichtlich bewegt, das Geburtshaus in unserem kleinen Dorf zu sehen und mit Menschen zusammenzukommen. Eine ganze Woche hatten Marlene und Hans Loos aus Großmeinfeld liebevoll organisiert, um den Gästen die Fränkische und Hersbrucker Schweiz zu zeigen. Im Gottesdienst in der Margaretenkirche erzählte eine sichtlich bewegte Aurea Tonn von der Freude, im Heimatort ihres Urgroßvaters zu sein. Am Ende trafen sich lebende Verwandte im Feuerwehrhaus von Großmeinfeld zu einem Begegnungsnachmittag bei Kaffee, Kuchen und leckeren Abendessen.

Voller Bilder und Erinnerungen traten die beiden Brasilianerinnen ihren Heimatweg an. Leider ist der Weg nach Brasilien doch sehr weit und Begegnungen im kürzeren Abstand sind kaum möglich.

Grenzen erfahren

Raus aus dem Alltag und zusammen in die Fränkische Schweiz – auf die Jugendfreizeit 2018! Dieses Event ließen sich einige Jugendliche nicht entgehen! Das Wetter versetzte uns blitzschnell in Urlaubsstimmung, die optimal unterstützt wurde von den Räumlichkeiten mit toller Terrasse und genialem Außengelände. Die Möglichkeiten schienen unbegrenzt! Perfekt für die ausgewählte Headline der Freizeit: „Grenzen“!

Für uns alle ein ausgesprochen vielschichtiges und persönliches Thema. Spannend die Überlegung wie eine Gesellschaft ohne Regeln aussehen würde bzw. welche Gesetze wir uns dann doch wünschen würden, um gemeinsames Leben gestalten zu können. Den Blick auf die uralten Regeln der Bibel haben wir gewagt. Nachgespürt in einzelnen Gebote-Stationen, welche Bedeutung sie für uns haben und wie wir sie empfinden.

Da im Grunde unser Leben permanent mit persönlichen Grenzerfahrungen zu tun hat, war es ein Leichtes, beim Lagerfeuer, Geländespiel, Foto-Safari, Beautyabend, Body-Workout, Wandern, Chillen etc. Grenzen wahrzunehmen und immer mal wieder aus verschiedenen Blickwinkeln darüber zu reflektieren und zu philosophieren.

Erprobt und bewährt starteten wir wieder das Projekt „Selbstversorger“, sprich gemeinsames Kochen und Küchenarbeit wurde im Team erlebt. Als Überraschungsessen gab es zur Freude aller: Original ungarische Langos!

Die Jugendfreizeiten zählen zu den Highlights des Jares. Diese Freizeit 2018 hat es zweifelsohne dank den guten Begegnungen, Erlebnissen und dem Fun-Faktor wieder in einen höheren Rank geschafft.

Von Traurigkeit zur Freude

Zum vierten Mal feierten wir ein Tauferinnerungsfest. Insgesamt 3 Konfirmanden/-innen beteiligten sich an diesem Gottesdienst im Rahmen ihres Gemeindepraktikums. Die beiden erwachsenen Mitarbeiterinnen Andrea Glockner und Franziska Sperber gaben Impulse zu diesem besonderen Gottesdienst. Alle Teilnehmer des Gottesdienstes erhielten eine Klappkarte mit 3 Bildern aus der Ostergeschichte des Lukas, bei der zwei Jünger von Jesus traurig auf dem Weg zu Ihrem Heimatort waren. Ein Unbekannter gesellte sich zu ihnen und erklärte ihnen, warum Jesus sterben musste. Beim Brotbrechen im Haus erkannten die beiden Jünger Jesus, der von ihren Augen entwich. Sie gingen voller Freude nach Jerusalem zurück und erzählten ihr Erlebnis. Diese Geschichte ist ein sehr gutes Beispiel für die Gegenwart von Jesus in unserem eigenen Leben. Wir sehen Jesus nicht, aber er ist mitten unter uns.

Die Taufkerze symbolisiert das mit ihrem Licht. Jedes Kind konnte im Laufe des Gottesdienstes seine eigene Taufkerze an der Osterkerze entzünden und einen Segen sich zusprechen lassen. Dabei wurde ein Kreuz mit Wasser auf die Stirn gezeichnet mit den Worten: „Gott spricht zu Dir. Ich habe dich lieb“. Die Feier wurde musikalisch ausgestaltet von einer „Kinderband“ unter Leitung von Christoph und Regina Utz.

Gutes tun und darüber reden

Margareta Konrad war gebürtige Altensittenbacherin und hat ihre gesamte Kinder- und Jugendzeit hier verbracht. Vor 60 Jahren ist sie nach Nürnberg gezogen und ist dort vor ein paar Wochen im Alter von 94 Jahren gestorben. Zu ihrer alten Heimat hat sie aber nie ganz den Kontakt verloren, hat immer das Grab ihrer Eltern besucht und sich um die Pflege gekümmert. Bei den Jubelkonfirmationen war sie eine treue Besucherin. Ihren Wunsch nach einer Bestattung auf dem Friedhof in Altensittenbach konnten wir ihr deshalb erfüllen. Frau Ingeborg Fröhlich-Konrad hat sich im Alter liebevoll um sie gekümmert und die Bestattung organisiert. Aus Dank wurde im Rahmen der Beerdigung eine Spendenaktion für unsere Stiftung „St. Thomas“ durchgeführt.

Jetzt konnte Pfr. Gerhard Metzger ihr die Spendenurkunde verbunden mit einem Dank überreichen. Wer eine ähnliche Aktion durchführen möchte, kann sich gerne im Pfarramt melden und alle dazu nötigen Informationen erhalten.

Macht

„Gib einem Menschen Macht und du erkennst seinen wahren Charakter“. Ob dieses geläufige Sprichwort stimmt, hinterfragte Barbara Weider kritisch im Vitamin C-Gottesdienst im April. Machtbeziehungen gibt es überall, und sie gehören in unser soziales Gefüge. Das Machtstreben ist uns quasi in die Wiege gelegt. Aber wie gehen Menschen mit Macht um, welche Erfahrungen positiv wie negativ gibt es, was bedeutet eigentlich allmächtig? Das Thema bot viel interessanten Stoff zum Diskutieren und Nachdenken.

Am Ende des Abends konnte umgehend praktisch ausprobiert werden, dass Macht nicht nur auf Beziehungen zu beschränken ist. Das belegte die „mächtige“ Torte, die es am Ende des Gottesdienstes gab!