Archiv des Autors: Pfr. Gerhard Metzger

Auf den Spuren der Vorfahren

Nachfahren von Johann Konrad Rösel waren wieder einmal aus Brasilien weit gereist, um den Heimatort und die Landschaft ihres berühmten Vorfahren aus Oberkrumbach zu erkunden. Dieser war 1898 als vierter bayrischer Pfarrer von Neuendettelsau nach  Brasilien ausgesandt worden, um die dortigen ausgewanderten fränkischen Lutheraner zu betreuen. Genau 100 Jahre später wurde diesem Jubiläum in Oberkrumbach aufgrund einer Initiative des damaligen Bürgermeisters Peter Stief gedacht. Genau 20 Jahre nach diesem Fest kamen die Enkelin Elfriede Tonn und zum ersten Mal die Urenkelin Aurea Tonn nach Oberkrumbach und waren sichtlich bewegt, das Geburtshaus in unserem kleinen Dorf zu sehen und mit Menschen zusammenzukommen. Eine ganze Woche hatten Marlene und Hans Loos aus Großmeinfeld liebevoll organisiert, um den Gästen die Fränkische und Hersbrucker Schweiz zu zeigen. Im Gottesdienst in der Margaretenkirche erzählte eine sichtlich bewegte Aurea Tonn von der Freude, im Heimatort ihres Urgroßvaters zu sein. Am Ende trafen sich lebende Verwandte im Feuerwehrhaus von Großmeinfeld zu einem Begegnungsnachmittag bei Kaffee, Kuchen und leckeren Abendessen.

Voller Bilder und Erinnerungen traten die beiden Brasilianerinnen ihren Heimatweg an. Leider ist der Weg nach Brasilien doch sehr weit und Begegnungen im kürzeren Abstand sind kaum möglich.

Grenzen erfahren

Raus aus dem Alltag und zusammen in die Fränkische Schweiz – auf die Jugendfreizeit 2018! Dieses Event ließen sich einige Jugendliche nicht entgehen! Das Wetter versetzte uns blitzschnell in Urlaubsstimmung, die optimal unterstützt wurde von den Räumlichkeiten mit toller Terrasse und genialem Außengelände. Die Möglichkeiten schienen unbegrenzt! Perfekt für die ausgewählte Headline der Freizeit: „Grenzen“!

Für uns alle ein ausgesprochen vielschichtiges und persönliches Thema. Spannend die Überlegung wie eine Gesellschaft ohne Regeln aussehen würde bzw. welche Gesetze wir uns dann doch wünschen würden, um gemeinsames Leben gestalten zu können. Den Blick auf die uralten Regeln der Bibel haben wir gewagt. Nachgespürt in einzelnen Gebote-Stationen, welche Bedeutung sie für uns haben und wie wir sie empfinden.

Da im Grunde unser Leben permanent mit persönlichen Grenzerfahrungen zu tun hat, war es ein Leichtes, beim Lagerfeuer, Geländespiel, Foto-Safari, Beautyabend, Body-Workout, Wandern, Chillen etc. Grenzen wahrzunehmen und immer mal wieder aus verschiedenen Blickwinkeln darüber zu reflektieren und zu philosophieren.

Erprobt und bewährt starteten wir wieder das Projekt „Selbstversorger“, sprich gemeinsames Kochen und Küchenarbeit wurde im Team erlebt. Als Überraschungsessen gab es zur Freude aller: Original ungarische Langos!

Die Jugendfreizeiten zählen zu den Highlights des Jares. Diese Freizeit 2018 hat es zweifelsohne dank den guten Begegnungen, Erlebnissen und dem Fun-Faktor wieder in einen höheren Rank geschafft.

Von Traurigkeit zur Freude

Zum vierten Mal feierten wir ein Tauferinnerungsfest. Insgesamt 3 Konfirmanden/-innen beteiligten sich an diesem Gottesdienst im Rahmen ihres Gemeindepraktikums. Die beiden erwachsenen Mitarbeiterinnen Andrea Glockner und Franziska Sperber gaben Impulse zu diesem besonderen Gottesdienst. Alle Teilnehmer des Gottesdienstes erhielten eine Klappkarte mit 3 Bildern aus der Ostergeschichte des Lukas, bei der zwei Jünger von Jesus traurig auf dem Weg zu Ihrem Heimatort waren. Ein Unbekannter gesellte sich zu ihnen und erklärte ihnen, warum Jesus sterben musste. Beim Brotbrechen im Haus erkannten die beiden Jünger Jesus, der von ihren Augen entwich. Sie gingen voller Freude nach Jerusalem zurück und erzählten ihr Erlebnis. Diese Geschichte ist ein sehr gutes Beispiel für die Gegenwart von Jesus in unserem eigenen Leben. Wir sehen Jesus nicht, aber er ist mitten unter uns.

Die Taufkerze symbolisiert das mit ihrem Licht. Jedes Kind konnte im Laufe des Gottesdienstes seine eigene Taufkerze an der Osterkerze entzünden und einen Segen sich zusprechen lassen. Dabei wurde ein Kreuz mit Wasser auf die Stirn gezeichnet mit den Worten: „Gott spricht zu Dir. Ich habe dich lieb“. Die Feier wurde musikalisch ausgestaltet von einer „Kinderband“ unter Leitung von Christoph und Regina Utz.

Gutes tun und darüber reden

Margareta Konrad war gebürtige Altensittenbacherin und hat ihre gesamte Kinder- und Jugendzeit hier verbracht. Vor 60 Jahren ist sie nach Nürnberg gezogen und ist dort vor ein paar Wochen im Alter von 94 Jahren gestorben. Zu ihrer alten Heimat hat sie aber nie ganz den Kontakt verloren, hat immer das Grab ihrer Eltern besucht und sich um die Pflege gekümmert. Bei den Jubelkonfirmationen war sie eine treue Besucherin. Ihren Wunsch nach einer Bestattung auf dem Friedhof in Altensittenbach konnten wir ihr deshalb erfüllen. Frau Ingeborg Fröhlich-Konrad hat sich im Alter liebevoll um sie gekümmert und die Bestattung organisiert. Aus Dank wurde im Rahmen der Beerdigung eine Spendenaktion für unsere Stiftung „St. Thomas“ durchgeführt.

Jetzt konnte Pfr. Gerhard Metzger ihr die Spendenurkunde verbunden mit einem Dank überreichen. Wer eine ähnliche Aktion durchführen möchte, kann sich gerne im Pfarramt melden und alle dazu nötigen Informationen erhalten.

Macht

„Gib einem Menschen Macht und du erkennst seinen wahren Charakter“. Ob dieses geläufige Sprichwort stimmt, hinterfragte Barbara Weider kritisch im Vitamin C-Gottesdienst im April. Machtbeziehungen gibt es überall, und sie gehören in unser soziales Gefüge. Das Machtstreben ist uns quasi in die Wiege gelegt. Aber wie gehen Menschen mit Macht um, welche Erfahrungen positiv wie negativ gibt es, was bedeutet eigentlich allmächtig? Das Thema bot viel interessanten Stoff zum Diskutieren und Nachdenken.

Am Ende des Abends konnte umgehend praktisch ausprobiert werden, dass Macht nicht nur auf Beziehungen zu beschränken ist. Das belegte die „mächtige“ Torte, die es am Ende des Gottesdienstes gab!

Eine verrückte Zeitreise nach Israel

Auch in diesem Jahr fand wieder eine Kinderfreizeit in Obertrubach statt. Diesmal machten sich 15 Kinder und 5 Betreuer auf, um eine verrückte Zeitreise nach Israel zu unternehmen. Mit Spielen, Tänze lernen und Basteleien versuchten wir den Kindern die israelitischen Feste Purimfest, Pessachfest und Laubhüttenfest, näher zu bringen. Sie erfuhren auch den Zusammenhang zu unserem christlichen Glauben. Besonders viel Spaß machte ihnen das Laubhüttenbauen im Wald. Beim Matzen backen stellten wir fest, dass diese viel besser schmecken als die gekauften. Aber auch eine Fackelwanderung und freie Zeit für die Kinder kam nicht zu kurz.

Zum Abschluss stand dann, mit den Eltern zusammen, ein Besuch in der Synagoge im Ermreuth auf dem Programm. Hier bekamen wir noch einmal viele Informationen über die Symbole und Riten im jüdischen Glauben. Die Kinder durften dann auch den Thoraschrein aufschließen und Kippas ausprobieren.

Die ganze Nacht hindurch auf Ostern warten

Obwohl die Osterwache einen klassischen Charakter hat, bleibt und ist sie immer noch beliebt bei den Jugendlichen. in upgedateter Form haben wir gemeinsam die Osterwache genial erlebt. Unser Ansatz dieses Jahr: Jede Stunde bis zur Osternacht wurde eine Station der Passionsgeschichte in vorbereiteten Szenen, an verschiedenen Orten auf dem Kirchengelände aufgegriffen. Vertiefende kurze Denkanstöße schafften es, das Ostergeschehen auf unseren Alltag zu beziehen und einen ins Nachdenken kommen zu lassen.

Zwischen den Kolloquien gab es genügend Zeit für ausgelassene Gespräche in der extra für die Osterwache erstellten Chil-Ecke. Aber auch für diejenigen, die mehr Action wollten, gab es ausgiebige Gemeinschaftsspiele, einen Nachspaziergang oder man konnte sich beim Gemeinschaftskochen einbringen. Den Mitternachtssnack ließ sich allerdings keiner von uns entgehen.

 

 

Alles in allem war es eine Nacht mit viel Musik und Begegnungen, deren krönender Abschluss der gemeinsame Besuch des Osternachtsgottesdienstes um 5.30 Uhr war.

Nachfolge und als Christ leben im Alltag

Mit dem Thema „Nachfolge und als Christ leben im Alltag“  beschäftigten sich die Jugendlichen bei einer Freizeit auf der Ededlweißhütte. Dazu gab es Gesprächsimpulse vom Beauftragten für Konfirmandenarbeit Alexander Krause und Barbara Wieder. Das Thema wurde in Einzelgruppen besprochen und als Höhepunkt des Wochenendes wurde das Ehepaar Dr. Mathias und Elena Kropf eingeladen.

Die Frau des ehemaligen Arztes einer Allgemeinpraxis in Reichenschwand ist gebürtige Kolumbianerin und erzählte eindrücklich mit ihrem Mann von Erfahrungen als Christen in diesem südamerikanischen Land, das in einer besonderen Lage liegt. Ganz oben an der Grenze zu Mittelamerika hat es eine Küste sowohl am Pazifik als auch an der Karibik und damit am Atlantik. Der Äquator geht mitten durch und es herrscht ein angenehmes Klima. Politisch herrschte 50 Jahre ein blutiger Bürgerkrieg, in dem auch Drogenkartelle beteiligt waren. Seit vielen Jahren versucht die christliche Organisation Columbia Para Cristo (CPC) mit dem Evangelium eine Befriedung zu erreichen. Das ist vor 2 Jahren gelungen und das Land ist auf dem Weg, Frieden zu erhalten. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat eben der Leiter von CPC, Martin Russel Stendal. Mit dem Glauben an Jesus Christus haben viele ehemalige Untergrundkämpfer ihre Waffen niedergelegt. Dr. Mathias und Elena Kropf zeigten das in eindrucksvollen Bildern, Videos und Worten. Das Vorführen eines einheimischen Tanzes durfte dabei nicht fehlen.

Die Jugendlichen feierten am Abend ein Agapemahl, so wie das die Christen in der Urgemeinde getan haben. Dabei wird die Feier des Hl. Abendmahles mit dem Abendessen verbunden und es entsteht eine besondere Tischgemeinschaft. Am Schluss schrieben die Jugendlichen auf einen Zettel eine Bitte an Gott um mehr Kraft und Standfestigkeit im eigenen Glauben zu erhalten. Diese Zettel wurden an einem Luftballon gebunden und „in den Himmel geschickt“.

 

 

Gottes Schöpfung ist sehr gut

Surinam – wo liegt denn dieses Land? Diese Frage wurde in diesem Jahr öfters gestellt anlässlich des diesjährigen Weltgebetstag der Frauen. Es ist das kleinste Land in Südamerika und liegt ganz oben an der Spitze dieses Erdteiles. Frauen aus diesem Land haben die Liturgie des Gottesdienstes vorbereitet und unter das Thema: „Gottes Schöpfung ist sehr gut‘!“ gestellt. Das Besondere an diesem Land ist, dass 90 Prozent des Landes vom Regenwald aus 1000 verschiedenen Baumarten bewachsen ist. Die Texte und Lieder bezogen sich auf den Aspekt der guten Schöpfung Gottes, die aber in vielerlei Hinsicht gefährdet ist.

Unter der Leitung von Martina Grötsch feierten Frauen aus unserer Gemeinde am ersten Freitag im März den Gottesdienst. die gesamte Gottesdienstordnung wurde auf die örtliche Gemeinde zugeschnitten und neuere Schöpfungslieder gesungen. In einer Power-Point-Präsentation wurden Bilder aus dem Land gezeigt und einzelne Frauen vorgestellt. Ein besonderer Höhepunkt zeigte Martina Grötsch ganz am Schluss. In einem längeren Film, untermalt mit Musik von Johann Pachelbel, wurden einzigartige Bilder gezeigt von Gottes guter Schöpfung bei uns. Die Kollekte in Höhe von 130,– Euro wurde für ein Kinderheimprojekt der Christusträgerfrauen in Jujuy/Argentinien gegeben.

Zweifel

Eine gesunde Portion Skepsis und Zweifel gehören im Leben dazu, um dem Wesentlichen auf die Spur zu kommen! Wie geht Jesus mit seinen Kritikern um? Die Bibel ist gespickt mit misstrauischen Menschen. Gelten sie immer noch als „Persona grata“ sprich „willkommene Person“? Darauf ging unter anderem Daniel Prütting, unser Gastprediger, in seinem Impuls im Vitamin C-Gottesdienst im Februar ein.

Wir freuten uns, dass obwohl die Bandmitglieder stark reduziert waren, unser Gottesdienst trotzdem musikalisch schwungvoll und begeistert begleitet wurde. Offen und locker ließen wir den Abend ausklingen.