Archiv des Autors: Pfr. Gerhard Metzger

Den bayrischen Vizetitel geholt

Zum ersten Mal haben die Jugendlichen beim Konfi-Cup das Endturnier in Schwabach erreicht. Sie hatten sich dafür mit dem Sieg auf Dekanatsebene qualifiziert. Der Tag begann mit einem Sportlergottesdienst im Freien bei herrlichen Sonnenschein. Keiner wusste, wie stark die anderen Mannschaften aus ganz Bayern sein würden. Die Vorrunde wurde mit einer Spielzeit von 10 Minuten absolviert. Gleich im ersten Spiel traf man auf den vermeintlich stärksten Gegner Altdorf (Dekanat Altdorf). Nach einem spannenden Spiel wurde 2 : 1 gewonnen. Auch gegen die nächsten beiden Gegner Rentweinsdorf (Dekanat Rügheim) und Schweinfurt (Dekanat Schweinfurt) wurde mit jeweils 1 : 0 knapp gewonnen. Dagegen war das letzte Spiel gegen Elchingen (Dekanat Neu-Ulm) mit einem 4 : 0 Sieg eher ein ruhiges Spiel.

Mit diesem ersten Platz in der Vorrundengruppe ging es am Nachmittag in die Endrunde mit verlängerter Spielzeit von 12 Minuten. Hier gewann die Mannschaft gegen Ansbach (Dekanat Ansbach) mit 3 : 1 und gegen Ebermergen-Mauren (Dekanat Donauwörth) mit 5 : 1. Auch gegen Löpsingen-Pfäfflingen (Dekanat Oettingen) wurde mit 4 : 0 klar gewonnen. Somit kam es zum entscheidenden Spiel wieder gegen Altdorf. Wie schon in der Vorrunde gab es ein sehr gutes Spiel mit vielen Höhepunkten. Aber diesmal drehte Altdorf den Spieß um und revanchierte sich für die Vorrundenniederlag. Altensittenbach verlor mit 1 : 2 und erreichte somit den bayrischen Vizemeistertitel beim Konfi-Cup. Das ist eine ausgezeichnete Leistung, über den sich die Jugendlichen mit ihrem Betreuer Ortwin Kalb sehr gefreut haben. Herzlichen Glückwunsch.

Wasser des Lebens

Den Temperaturen angemessen und als Open-Air-Gottesdienst im Freien: Das war das Ambiente des letzten ALBA-Familiengottesdienstes vor den Sommerferien. Zuerst gab es ein paar Wasserspiele zur Einstimmung. Viktor Ambrusits zeigte als Jugendreferent mit einem Anspiel deutlich auf, dass nur Wasser gegen die Trockenheit hilft und nur damit z.B. Blumen wachsen können. Selbst Powerdrinks helfen dagegen nicht.

Mit dieser Einstimmung gab es einige biblische Impulse von Daniel Prütting zu Jesus Christus. Von ihm lesen wir im Evangelium des Johannes, dass er dazu einlädt zum „Wasser des Lebens“ zu kommen, das er selbst ist. Ströme des lebendigen Wassers wird dem verheißen, der zu ihm kommt, an ihn glaubt und bei ihm bleibt.

Dehner-Park und Käthe-Kruse-Museum

Bei strahlenden Sonnenschein unternahm am 14. Juni der Seniorenkreis seinen Sommerausflug nach Rain am Lech und Donauwörth. 36 Personen nahmen daran teil. Mit dem Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“, Lesen der Tageslosung und eines Reisesegens begann die Fahrt. In Rain am Lech wurde der „Dehner-Park“ besucht. Der Blumenpark am Stammsitz der Fa. Dehner ist mit einer Gesamtfläche von 115.000 qm das große „grüne“ Einkaufs- und Veranstaltungszentrum der Region. Mit dem Bus wurde das weiträumige Gelände erkundet. Ein Fremdenführer erklärte uns die vielen Hallen, die für verschiedene Zwecke genutzt werden, ebenso die großen Gewächshäuser ür Gemüse und Blumen. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, über die Größe des Dehner-Blumenparks“. Anschließend wurden wir zum Mittagessen im Dehner Blumenrestaurant erwartet. Nach dem Mittagessen konnte jeder auf eigene Faust den Park mit den wunderschönen Blumenanlagen und Attraktionen erkunden.

Den Nachmittag verbrachten wir in Donauwörth mit der Besichtigung des „Käthe-Kruse-Puppenmuseums“. Bei einer Führung erfuhren wir alles über das Leben der „Puppenmutter“ Käthe Kruse. Reizende Puppenszenen, große und kleine Puppenhäuser laden zum Schauen und Verweilen ein. Noch heute werden Käthe-Kruse-Puppen in Handarbeit in Donauwörth hergestellt. In Sammlerkreisen werden horrende Preise dafür bezahlt. Das Puppenmuseum befindet sich in einem ehemaligen Kapuzinerkloster. Dort werden 150 Spiel- und Schaufensterpuppen gezeigt. Nach dem Besuch des Museums ging es zum Kaffeetrinken in das Cafe zum „Goldenen Hirschen“. Mit „Kein schöner Land in dieser Zeit“ und einem Dank an Fahrer „Hans“ von der Fa. Tölk, der uns wie immer gefahrenfrei nach Hause brachte, wurde der äußerst interessante und erlebnisreiche Ausflug beendet.

Ursula Wolfermann

 

 

Auf den Spuren von Martin Luther

Vor 500 Jahren, am 31.10.1517 soll Martin Luther die 95 Thesen an die Türe der Schlosskirche von Wittenberg geschlagen haben. Unsere Kirchengemeinde nahm das zum Anlass, gemeinsam mit der Kirchengemeinde Reichenschwand eine Reise auf den Spuren von Martin Luther anzubieten. Auf dem Hinweg legten wir einen Stopp in Erfurt ein. Ein paar Kilometer von Erfurt entfernt, erlebte Luther sein Berufungserlebnis bei einem Gewitter bei Stotternheim. Er rief die HL. Anna an und gelobte, in ein Kloster zu gehen. Heute ist diese Stadt auch bekannt für die Herstellung einer besonderen blauen Farbe, die durch Waid gewonnen wird. Natürlich durfte ein Gang auf der berühmten Krämerbrücke nicht fehlen, die über der Gera gebaut ist.

Der Domplatz von Erfurt ist weltberühmt und wird von den beiden Kirchen, Severi-Kirche und Erfurter Dom überragt. Nicht nur für mich als Pfarrer ist und war es ein besonderes Gefühl vor der Stelle in der Kirche des Augustiner-Klosters zu stehen, an der Martin Luther sich bei seiner Priesterweihe auf den Boden gelegt hat um dem Bischof Treue zu geloben.

Am nächsten Tag erlebten wir eine sehr interessante Führung durch Wittenberg. Die Tür mit den 95 Thesen gab es zu bestaunen und einige Gegenstände im Lutherhaus. U.a. war auch ein Ablasskasten zu sehen, in dem das Geld für die Ablassbriefe verwahrt wurde.

Die Wohnverhältnisse waren für den Professor sehr ärmlich bis seine Frau Katharina den Haushalt führte. Die Gegenstände im Lutherhaus stammen noch aus der Zeit vor 500 Jahren. Heute steht mitten in Erfurt a Platz vor der Stadtkirche das Lutherdenkmal, an dem sich sehr gerne Jung und Alt vor allem an festlichen Tagen ablichten lassen. hier sieht man eine Konfirmandin von Wittenberg mit ihren Eltern.

Die Reformation hätte sich nicht so schnell ausgebreitet ohne Lukas Cranach den Älteren. Er verstand es auf geschickter Art und Weise das Anliegen der Reformation unter mit Wort und Bild unter die Leute zu bringen. Die Bilder stammen vom Innenhof seines Hauses und seiner Werkstatt. Zeitweise lebte hier Katharina v. Bora nach ihrer Flucht bevor sie dann Luther heiratete.

Die Stadtkirche war die Predigerkirche von Martin Luther. Sie zeigt sich als eine helle und freundliche Kirche. Vorne steht der Taufstein, den schon Martin Luther für die Taufe seiner Kinder benutzt hat. Er hat eine tiefe Schale. Ein Zeichen dafür, dass auch schon Kinder damals in das Wasser ein wenig getaucht wurden.

Weiter ging die Fahrt nach Eisleben. Dort ist Martin Luther am 18.02.1546 gestorben, nachdem er bei einem Streit unter Grafen als „Mediator“ erfolgreich aufgetreten war. Offenbar hat das aber so viel Kraft gekostet, dass er kurz darauf gestorben ist. Auf dem Bild sieht man die Kirche, von außen und von innen, in der Luther zum letzten Mal gepredigt hat.

Wer nach Eisleben kommt, schaut sich natürlich sein Geburtshaus und sein Sterbehaus an. Beide Häuser sind heute Museen mit vielen interessanten Details zu Luther.

Zu diesen interessanten Dingen von vor 500 Jahren gehört z.B. ein Ehebett aus damaliger Zeit. Offenbar war Kuscheln wichtiger als der Platz beim Schlafen. Tische im Haus waren aus festen Holz und Geschirr u.a. auch aus Ton.

Auf der Rückfahrt von Eisleben nach Wittenberg besuchten wir zwei besondere Stätten. Einmal machten wir einen Halt in Gräfenheinichen und besuchten das haus von Paul Gerhard. Auch Pfarrer aus unserer Zeit freuen sich an diesem Ort, zudem es das erste Mal dort war. Eine besondere Schule hat Wittenberg zu bieten. Das Luther-Melanchthon-Gymnasium (da kommen dann beide Reformatoren zu ihrem Recht) wurde von Hundertwasser renoviert. Ein beeindruckendes Gebäude, das dieses besondere Flair dieses besonderen Künstlers gut hervorhebt.

 

Nach vielen wertvollen Eindrücken haben wir dann Wittenberg wieder verlassen. Im Herzen haben wir den Blick auf die Stadtkirche mit den zwei imposanten Türmen und ein Bild vom Nachtleben in Richtung Schlosskirche.

Aber da kam doch noch etwas. Ja, richtig. Der Gottesdienst am Sonntag morgen in der Schlosskirche. Es war eine besondere Atmosphäre in der voll besetzten Kirche zu sitzen. Die Wittenberger Gemeinde feierte an diesem Sonntag Kantate einen „Handwerkergottesdienst“. Dabei gestalteten Handwerker aus der Umgebung mit Wortbeiträgen und mit den Fürbitten diese Feier. Musikalisch wurde der Gottesdienst neben dem Orgelspiel umrahmt vom Posaunenchor der Erlöserkirche aus Bayreuth. Und so hatten wir gleich heimatliche Gefühle.

Auf der Heimfahrt heilten wir noch in Leipzig. Es ist der Ort der sog. Leipziger Disputation von Martin Luther mit Dr. Eck von der „päpstlichen“ Seite. Luther ließ sich im Laufe der Disputation zu der Aussage hinreißen, dass sogar der Papst und die Konzilen irren können. Diese Aussage wurde ihm letztlich zum Verhängnis und es wurde ein öffentliches Ketzerverfahren eingeleitet. Mit dem Verbrennen der Bannandrohungsbulle im Dezember 1520 nahm dann alles seinen bekannten Verlauf. Am Sebastian Bach-Denkmal an der Thomaskirche war dann endlich Zeit für ein obligatorisches Gruppenfoto. Voller Eindrücke kamen wir am Sonntag abend in der Heimat an im Wissen, wieder einem unseren Erfahrungsschatz über Luther vertieft zu haben.

 

Gehorsam einüben

Auf welche Stimme höre ich? Was bedeutet für mich Gehorsam? Steht das „gehorchen“ (auf etwas hören) nicht unserer Freiheit im Weg? Dietrich Bonhoeffer hilft uns dabei, zwischen Kadavergehorsam (Mitläufertum) und Nachfolge zu unterscheiden.

Wieder unter sonnig, blauen Himmel verbrachten wir den Abend mit der Band. Leider war dies schon der letzte Vtiamin C-Teeniegottesdienst vor den Ferien. Aber keine Sorge. Im Oktober starten wir wieder durch!

Tauferinnerung feiern

Zum dritten Mal feierten wir ein Tauferinnerungsfest in der Thomaskirche. Die Mitarbeiter gingen inhaltlich diesmal auf das Thema: Warum Wasser so wichtig ist? Dabei suchten sie die Kinder jeweils einen Gegenstand aus und zeigten ihn.

Eine Gießkanne steht symbolisch dafür, dass Pflanzen und Blumen das Wasser zum Überleben brauchen. Die Zahnbürste benötigen wir zum Reinigen der Zähne.

Der Waschlappen steht symbolisch dafür, dass wir uns waschen müssen um uns vom Dreck zu befreien. Wasser ist auch nötig, um z.B. Feuer zu löschen. Das Wasser der Taufe steht dafür, dass Gott ich annimmt so wie ich bin. Im Glauben an Jesus kann ich diese Liebe Gottes für mich fest machen.

Im Laufe des Gottesdienstes konnte jedes Kind seine eigene Taufkerze an der Osterkerze entzünden und so das Licht von Jesus für sich in Anspruch nehmen.

Die Kinder wurden mit dem Taufwasser gesegnet mit einem Kreuz auf der Stirn und den Worten: „Gott spricht zu Dir: Ich habe dich liebe“. und das gilt natürlich für Kleine genauso wie für Große.

Ich war selbst ein Flüchtling

Einen sehr interessanten Nachmittag erlebten die Mitglieder des Seniorenkreises bei ihrem Treffen im Mai. Als Gast war Wilfried Teschke eingeladen. Er berichtete davon, wie er nach den großen Flüchtlingszuzug 2015 ehrenamtlich einen Sprachkurs in unserem Gemeindehaus geleitet hat. Dabei ging er auch auf Motivation und Gründe der Flüchtlingsbewegung ein. Er selbst war ein Flüchtling nach dem Krieg und kann sich gut in die Lage der Menschen hineinversetzen.

Er sprach aber auch an, wo wir manche Motivationen für die Flucht hinterfragen müssen. Fast alle Kosovaren müssen wieder zurück. Sie würden außerdem auch beim Aufbau im eigenen Land fehlen. Zwischendurch wurden viele Volkslieder kräftig gesungen. Die Senioren erlebten so einen interessanten und wissenswerten Nachmittag.

Junge Helden

Endlich! Am 1. Mai-Wochenende packten wir alle unsere Sachen – nicht für den Landkreislauf – sondern für unser Jugendwochenende in Grafenbuch. Im Ideengepäck hatten wir Bewährtes wie das super-beliebte Mörderspiel (es ist einfach nicht tot zu kriegen). Aber auch mit neuen Highlights! So wurde ein Kurzfilm gedreht, eine Höhlenwanderung gewagt und dank des kurzfristigen Temperaturanstieges nutzten wir die Chance für Lagerfeuerromantik mit outdoormäßigen Eintopf kochen! Zudem forderte ein neu ausgeklügeltes Geländespiel die Jugendliche ganz schön heraus – Nestschutz ade!

Unter dem Slogan „Junge Helden“ nutzten wir auch das Wochenende um thematisch Gas zu geben. In Form von Rollenspielen erlebten und diskutierten wir Zivilcourage, verantwortliches Handeln und setzten uns damit auseinander, was eigentlich ein Held ist. Auch über den kantigen Paulus gab es einiges zu erfahren.

Während unserer gemeinsamen Zeit kam die Musik nicht zu kurz. Mit Gitarren, Bass und Cajon wurde voll aufgespielt.

Im Feedback waren wir uns einig: Eine echt runde Sache. Mega Fun-Event mit Tiefgang inklusive. Oder kurz gesagt. „Schäi war´s“.

Die Superhelden

Beim letzten ALBA-Familiengottesdienst wurde gleich das Thema der gerade zurückliegenden Jugendfreizeit aufgenommen. Dabei wurde darüber nachgedacht, wer eigentlich ein Held ist.

Das wurde mit dem kantigen Apostel Paulus erklärt. Dabei wurde deutlich, dass Jesus für uns Menschen zum Superhelden werden kann.

Konfirmanden spenden einen Baum

Nach 2014 hat sich wieder eine Konfirmandengruppe dazu entschlossen, einen Baum zu spenden und zu pflanzen. Die Gruppe traf sich am Tag nach der Konfirmation am Platz des Mehrgenerationenspielplatzes mit Bgm. Ilg. Die GartenBaumschule Geiger lieferte den Baum und leitete zum Anpflanzen an. Die Stadt Hersbruck hatte das Loch ausgehoben. Auch Bgm. Ilg schaute interessiert bei den letzten Maßnahmen am Baum vor dem Pflanzen zu

Die Konfirmanden halfen mit, den jungen Baum fachgerecht in den Boden zu setzen. Bg.m Ilg bedanke sich herzlich bei den Konfirmanden und ihren Eltern für die Aktion. Er wünschte den Jugendlichen für Ihr Leben alles Gute und viele schöne Tage.

Pfr. Metzger wies in seiner Rede auf den Baum von Jericho hin. Der Zöllner Zachäus stieg darauf um Jesus zu sehen. Dieser hielt unter dem Baum und sprach: „Heute will ich in dein Haus kommen“. Solch ein Baum ist Hinweis darauf, dass Jesus in das Lebenshaus eines jeden Menschen kommen will und kann, wenn man ihn einlädt.

Nach getaner Arbeit stellten sich alle zu einem Gruppenfoto auf in der Hoffnung, spätestens nach 25 Jahren wieder vorbei zu kommen und sich an die gemeinsame Zeit i nder Konfirmandengruppe zu erinnern.