Archiv des Autors: Pfr. Gerhard Metzger

Lutherbild in Oberkrumbach am alten Platz

Es war für mich eine Überraschung. Im Kirchenvorstand wurde ein altes Bild der Margaretenkirche präsentiert. Es zeigte die Kirche mit einem Lutherbild von Lucas Cranach. Spontan waren sich alle Mitglieder einig: Wir hängen aus Anlass von 500 Jahre Reformation wieder ein ähnliches Bild in die Kirche. Wir haben uns die Beratung der bekannten Hersbrucker Künstlerin Ute Scharrer gesichert. Kompetent und engagiert kümmerte sie sich darum, dass ein Lutherbild als Ölgemälde rechtzeitig fertig wurde. Im Festgottesdienst am Reformatiosfest war es dann soweit.

Während der Predigt über das Bildnis „Martin Luther als Prediger“, das Cranach ein Jahr nach Luthers Tod 1547 gemalt hatte und das die Kernbotschaft von „Christus im Zentrum“ in bildnerischer Form darstellt, wurde das Bild feierlich enthüllt. Finanziert wurde das Bild aus dem Kirchgeld und den Mitteln der Anja und Klaus Herbst-Stiftung. Wir danken dem Posaunenchor und dem Singteam für das Mitwirken im Gottesdienst. Auf dem einen Bild sehen wir die Mitglieder des Kirchenvorstandes, die sich sichtlich erfreut zeigen über diese Aktion.

Vertrauen können

Das Thema „Vertrauen“ spielte eine Rolle beim letzten ALBA-Familiengottesdienst. Wo kann man das sehr gut darstellen? Natürlich mit einem „heiteren“ Eheratespiel so wie ich das auch schon oft bei Trauungen erlebt habe. Ein Ehepaar setzt sich mit dem Rückengegenüber und bekommt Fragen gestellt. Welche Übereinstimmungen gibt es? Wo liegen die beiden auseinander? Die beiden Ehepaare beim ALBA hatten aber fast durchwegs Übereinstimmungen.

Glauben meint im griechischen Urtext fast immer „Vertrauen“. Es geht also nicht darum, „nicht genau zu wissen, zu erahnen“, wenn es um den Glauben an Gott geht. Es geht darum, dass wir eine Beziehung zu Gott haben und ihm vertrauen können, dass er unser Leben führt.

Am Ende wurden kleine Fallschirmspringer gebastelt. Die Kinder versuchten diese auch gleich von der Kirchentreppe „hinunterschweben“ zu lassen. Denn wer braucht mehr Vertrauen in sein Tun als ein Fallschirmspringer?

Unplugged

Zum Jugendgottesdienst TogetHerr in der Thomaskirche Altensittenbach kamen insgesamt 100 junge Menschen. Das Thema „Unplugged“ stand im Mittelpunkt. Aber e ging nicht um Musik ohne Akkustik. Im Gegenteil. Die Jugendband aus Altensittenbach „Crazyarpeggions“ gestaltete hervorragend mit englischen Lobpreisliedern das Treffen aus. Teilweise standen die Zuhörer auf und klatschten zum Singen mit.


Als Prediger war der ehemalige Altensittenbacher und jetzige Gemeindepfarrer von Büchenbach b. Roth, Mario Ertel eingeladen. Er wählte als biblischen Text die Geschichte vom sog. „Reichen Jüngling“. Dieser kam zu Jesus mit der Frage: „Wie kann ich die Ewigkeit erlangen?“ Die Frage nach dem Sinn und dem Z8iel des Lebens ist auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts für viele Menschen eine sichtige Frage. Der junge Mann aus der Bibel meinte, dass er alle Gebote halten würde. Dennoch spürte er, dass ihm noch etwas fehlt und fragt Jesus danach. Dieser trifft ihm bei seinem wunden Punkt. „Geh und verkaufe alles, was du hast und gib es den Armen“. Beim Jüngling gab esd einen Bereich, den er mit Gott nicht klären wollte. Bei Gott geht es also nicht um unser Tun und darum, dass wir vor Gott gerecht sein könnten. Es geht darum, dass ich Jesus mein Leben gebe und eine Beziehung mit ihm lebe. Das ist die entscheidende Frage: Habe ich eine Beziehung mit Jesus und weiß ich darum, dass ich von ihm gehalten bin? Das ist das einfach, unverfälschte Evangelium, eben unplugged zu Gott.

Was kann aus Nazareth Gutes kommen?

Am dritten Sonntag im Oktober fand traditionell der diesjährige Brückengottesdienst unserer beiden Kirchengemeinden statt. Der Posaunenchor Altensittenbach und das Singteam Oberkrumbach gestalteten die Feier musikalisch aus.

Pfr. Gerhard Metzger predigte über die Berufung des Jüngers Nathanael aus dem ersten Kapitel des Johannesevangeliums. „Was kann aus Nazareth Gutes kommen?“ war seine erste Antwort als er auf Jesus von Philippus aufmerksam gemacht wurde. Nathanael überwand dieses Vorurteil und horchte auf die Einladung: „Komm und sieh es!“ So lernte er Jesus als seinen Herrn kennen und wurde ebenfalls ein Jünger von Jesus.

Ohne Spalt keinen Luther?

Der diesjährige Herbstausflug des Seniorenkreises am 5. Oktober führte uns nach Spalt. 41 Personen nahmen daran til. Der Anlass war das „Lutherjahr“. In der Stadt Spalt wurde einer der wichtigesten Männer der Reformation geboren: Georg Burkhardt. Er nannte sich später „Spalatinus“ (der kleine Mann aus Spalt). Pfr. Metzger nahm das Lutherjahr zum Anlass, Näheres über Spalatin zu erfahren und organisierte diesen Ausflug. Nach Begrüßung, Lesen der Losung, eines Reisesegens und dem Kanon „Vom Aufgang der Sonne“ konnte die Fahrt beginnen. In Spalt angekommen, wurden wir von zwei Fremdenführern begrüßt. In zwei Gruppen ging es zur Stadtführung. Zuerst wurde das Denkmal von Spalatin bewundert. Danach erfuhren wir, dass Spalatin der engste Vertraute des sächsischen Kurfürsten Friedrich der Weiße war. Außerdem hatte er eine lebenslange, herzliche Freundschaft mit Martin Luther. Er gehörte zur Schaltstelle der Reformation. Spalatin wurde schon vor dem Thesenanschlag in Wittenberg von seinem Freund Martin Luther in die geplante Aktion eingeweiht. Der Stadtführer meinte: „Ohne Spalatin wäre Luther unbekannt geblieben und ohne Luther würde Spalatin unbekannt geblieben“.

Nach der Stadtführung durch die engen Gässchen in Spalt und den beiden Stadtkirchen St. Emmeran und Nikolauskirche, ging es zum Mittagessen in die Pflugsmühle.

Am Nachmittag besuchten wir die Kirche in Dürrenmungenau. Pfr. Tobias Brendel begrüßte unsere Gruppe sehr herzlich und hielt anschließend eine Andacht.  Danach gab es noch einige Erklärungen zum Gotteshaus und den Glocken. Mit einem flüssigen Tropfen aus unserer Heimat (dem Hopfentropf), wurde ihm für seine Bemühungen herzlich gedankt.

Neben der Kirche befindet sich das Wasserschloss der Familie Körner. Nach einer Einführung über die Geschichte des Schlosses, gab es anschließend noch eine Besichtigung des Schlossparks, geführt von Herrn Körner und seiner Mutter. Herr Körner bekam ebenfalss den Hersbrucker Hopfentropf als Dank für seine Ausführungen.

Dann ging es wieder zum Kaffeetrinken in die Pflugsmühle. Wir bestiegen anschließend den Bus in Richtung Heimat. Mit dem Lied „Kein schöner Lad in dieser Zeit“ und einem Dank an Fahrer „Hans“ von der Fa. Tölk für seine gute und rücksichtsvolle Fahrweise kamen wir wohlbehalten in Altensittenbach an. Der Wetterbericht hatte für diesen Tag Regenschauer und starken WInd vorausgesagt Wir aber hatten am Vormittag strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Erst am Nachmittag kamen die Windböen mit Regen.

 

Schönes Wochenende in Grafenbuch

Das erleben wir als Mitarbeiter auch nicht immer. Bei der Frage, was an der Päparandenfreizeit besonders gelungen war und gefallen hatte, kam die Antwort: Das Singen. Also haben wir auch sehr viel gesungen. Inhaltlich haben wir uns beschäftigt mit der Frage: Was macht eine Gemeinde aus? Welche Kirchen gefallen uns gut? In welcher Kirche fühlen wir uns wohl und warum?


Daneben gab es natürlich viel freie Zeit zum Miteinander reden, Fußball und Tischtennis spielen, für ein Geländespiel und zum Vorbereiten und Durchführen des Gottesdienstes am Sonntag früh. Wir hoffen, dass diese Freude am Singen bei den Jugendlichen bleiben wird.

Du hast die Wahl

Passend zum aktuellen Geschehen war das Thema zum Auftakt der Vitamin C – Jugendgottesdienst – Reihe nach den großen Sommerferien: Die Wahl!

Warum, wieso, weshalb wählen…? Wählen ist ein Grundrecht, ein entscheidendes Privileg. Auch unsere Religion können wir frei wählen. Viktor Ambrusits sprach über seine Wahlgründe für das Christsein. Es wurde ein genialer und langer gemeinsamer Abend nach dem Gottesdienst.

Was waren das für Schulzeiten?

Bald ist das Reformationsgedenkjahr zu Ende. Vor genau 500 Jahren wurde diese Bewegung mit den 95 Thesen von Martin Luther losgetreten. Im ALBA-Familiengottesdienst werden im September immer Schülerinnen und Schüler für das vor ihnen liegende Schuljahr gesegnet. Pfr. Gerhard Metzger zeigte dazu einige Bilder, die darüber informierten wie Schule vor 500 Jahren aussah. Dazu erzählte er einige Geschichten aus seiner eigenen Schulzeit in den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Auch damals gab es noch ziemlich „harte“ Erziehungsmethoden und Schläge mit dem Stock auf die Hand waren nicht selten. Die Anspielgruppe zeigte in einem humorvollen Stück auf, wie Schulleben stattfinden kann, wenn ein Lehrer ohne persönliche Autorität vor der Klasse steht.

In manchen Kindern und Erwachsenen hat sich ein Gottesbild eingeprägt, das von Härte und Schläge bestimmt ist. Manchmal wird auch der biblische Satz aus dem Buch der Sprüche zitiert: „Wen Gott liebt, den züchtigt er“. Dabei wird vergessen, dass an dieser Stelle bei der griechischen Übersetzung der Begriff „Paidagogos“ steht. Davon ist unser Wort „Pädagoge“ abgeleitet. Gott ist also wie ein guter „Pädagoge“, der Gaben in uns hineingelegt hat. Wie ein guter Pädagoge will Gott uns stärken, aufbauen und will uns in die Berufung für das Leben hineinbringen.

Kirchweihgottesdienst im Freien

Wir haben lange gebangt und gebetet. Am Mittwoch war der Wetterbericht noch schlecht. Aber ab Donnerstag hörte er sich schon viel besser an. Kalt – aber trocken sollte das Wetter am Kirchweihsonntag sein. Und dann kam am Sonntag früh sogar die Sonne heraus. Das Gras war noch nass von der Nacht. Aber wir konnten einen wunderschönen Kirchweihgottesdienst im Freien auf dem Grasplatz im Friedhof feiern. Nachdem die Bänke aufgestellt waren, strömten die Besucher herbei.

Es waren über hundert Gottesdienstbesucher gekommen. Darunter waren auch wieder die Kirchweihpaare. Danke sage ich auch den drei Kirchweihmadlä, die sich beim Fürbittgebet beteiligt haben und besonders dem Posaunenchor, der die musikalische Ausgestaltung übernommen hatte.

Als Predigttext hatte ich einen Abschnitt aus der Offenbarung Kapitel 8 gewählt. Hier gewährt uns der Prophet einen Blick in den himmlischen Gottesdienst. Ein Engel bringt ein goldenes Räuchergefäß zum Altar. Es symbolisiert die Gebete der Heiligen, die wie Rauch zu Gott steigen. Ich habe die Zuhörer daran erinnert, dass mit diese Räucherwerken der römische Kaiser Domitian sich als Kyrios, als Herr der Welt verehren hat lassen. Dabei mussten die römischen Bürger dieses Bekenntnis vor einem Altar mit Weihrauch zum Ausdruck bringen. Bekennende Christen konnten nicht mitmachen, weil nur Jesus Christus der Herr, der Kyrios ist. „Jesus als der Kyrios“ ist das älteste Glaubensbekenntnis er Christen überhaupt: „Denn wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr (Kyrios) ist, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“ (Röm 10, 9). Viele haben das mit ihrem Leben bezahlt. Wie leicht ist es dagegen zur Zit in unserem Land, seinen Glauben zu Christus zu bekennen. Keiner muss dafür um sein Leben fürchten. Dennoch verleugnen viele Christus oder wenden sich von ihm ab. Viele bekennen sich als Atheisten und meinen, es gäbe keinen Gott, der sich mit Jesus Christus der Welt gezeigt hat. Deshalb stellt sich besonders am Kirchweihfest die Frage: Glaubst Du an Gott? Hältst Du an ihm fest? Wie viel ist Dir der Glaube an Jesus Wert?

Reformation des Jugendhauses

In diesem Jahr feiern wir nicht nur 500 Jahre Reformation durch den Thesenanschlag von Martin Luther am 31.10.1517. Das hat das Innenleben vieler Menschen zur damaligen und zur heutigen Zeit erneuert. Reformiert werden musste auch das Innenleben unseres Jugendhauses. Vor vielen Jahren dienste es als Waschküche für die Lehrersfamilie, die im damaligen Schulhaus und jetzigen Gemeindehaus gewohnt hat. Später wurde daraus die Emmaus-Werkstatt. Erwachsene und Jugendliche kamen zusammen um Holzspielzeug herzustellen und zu verkaufen. Der Erlös dienste der Arbeit der Christusträger-Schwestern im Semmerang/Indonesien. Diese Arbeit wurde 2003 beendet und der Kirchenvorstand beschloss, daraus ein Jugendhaus herzurichten. unter Anleitung von Erich Schneider und Emil Raab halfen viele mit, dass in diesem schmucken Haus Jugendliche zusammenkommen und miteinander zu reden, zu singen, Bibel zu lesen und Gemeinschaft zu haben. Beim Gemeindefest 2004 wurde das Gebäude durch den damaligen Dekan Hartmut Brunner seiner Bestimmung übergeben. Nach 13 Jahren benötigte jetzt der Boden eine Auffrischung.


Der Bauausschuss vergab die Arbeiten an die Fa. Adelmann und Emil Raab unterstütze diese Arbeiten in bewährter Art und Weise. Auf dem Bild sehen wir ihn beim Anschrauben einer Bodenleiste. Wir wünschen uns, dass dieses Haus auch in Zukunft so intensiv genutzt wird wie bisher. Wir wünschen uns, dass auch in Zukunft viele Kinder und Jugendliche dieses Gebäude als „ihr“ Gebäude ansehen und zu den Veranstaltungen kommen. Übrigens: Wer ein Herz für die Jugend hat, kann das mit einer Spende für diese Renovierung und/oder für die Arbeit des Jugendreferenten zum Ausdruck bringen. Danke!