Archiv des Autors: Pfr. Gerhard Metzger

Suche den Frieden und jage ihm nach

Die Jahreslosung aus Ps 34, 15 war das Thema beim ALBA-Familiengottesdienst im Januar 2019. Die Mitarbeiter/-innen hatten sich zu Beginn etwas sehr Kreatives überlegt. Auf einem großen Zettel hatten sie das Wort „Frieden“ in verschiedenen Sprachen versteckt. Die Gottesdienstteilnehmer mussten jetzt quer, der längs nach oder auch diagonal das Wort „Frieden“ erkennen. „Peace“ (englisch) oder „Shalom“ (hebräisch war noch realtiv leicht zu finden. Manche wussten auch, dass der Name „Irene“ Frieden bedeutete. Aber dann waren auch schwierigere fremde Namen für dieses so wichtige Wort kaum zu erkennen. Das ist ein Gleichnis dafür, dass „Friede“ auch schwer einzuhalten ist. In einem Anspiel wurde deutlich aufgezeigt, dass schon der Friede in der eigenen Familie schwer zu halten ist. Immer wieder gibt es Konflikte und Streitereien um Nichtigkeiten. Warum das so ist? Vielleicht deshalb, weil jeder Mensch oft sehr um sich selbst kreist und den anderen aus dem Blick verliert

Viktor Ambrusits gab dazu etliche biblische Impulse. Interessant ist auch, dass die Bibel davon spricht, dass der Friede „gesucht“ und „gejagt“ werden soll. Das hört sich kämpferisch und damit gar nicht friedlich an. Diese Verben meinen aber, dass der Frieden erstrebt werden muss. Menschen müssen sich anstrengen um ihn zu erreichen. Im Epheserbrief steht, dass Jesus unser Friede ist. Es geht also nicht einfach nur um „Nicht-Krieg“. Es geht darum, dass ich in meinem Leben weiß, wer mir Trost, Hoffnung, Ruhe und Gelassenheit gibt: Jesus Christus.

Neue Energie aus alten Christbäumen

Auch in diesem Jahr haben viele Haushalte in Altensittenbach ihre ausrangierten Christbäume den fleißigen Helfern unserer Kirchengemeinde übergeben. Neben Präparanden, Konfirmanden und Jugendlichen aus der Jugendarbeit, halfen uns fleißige Helfer vom Verein „Sittenbächer Kirwa“. Der Verein stellte viele Sammler beim Einholen der Bäume und leistete besonders große Hilfe durch die beiden Fahrer Stefan Sperber und Martin Volk. Ein weiteres Mitglied des Vereins, Michael Kalb hat sich um das Häckseln gekümmert. EIn große Teil des Erlöses fließt für die Partnerschaftsarbeit des Dekanates Hersbruck mit dem Dekanat Wantoat in Papua-Neuguinea zu. Insgesamt wurden 147 Christbäume gesammelt (Vorjahr: 146).

Der Weihnachtsstern

Diese Fragen zogen sich durch den gesamten Adventsnachmittag: Wie soll Jugendlichen das Geschehen von Weihnachten für ihre Lebenswelt begreifbar gemacht werden? Wie können sie das ihren Jugendlichen so erzählen, dass es ihrer Sprache und ihren Erfahrungen entspricht? In unserer Zeit ein gewichtiges Problem. Denn die Weihnachtsgeschichte muss nicht neu erfunden werden, aber das Übersetzen dieser Botschaft in eine „Jugendwelt“, die mit dem Smartphone aufwächst ist nicht einfach. Unser Jugendreferent, Viktor Amburusits hat es mit den Mitarbeiterinnen Ilka Kolb und Sarah Gründling und dem Musical „Der Weihnachtsstern“ versucht und ein überzeugendes Theater mit Kindern und Jugendlichen auf die Beine gestellt. Wie jedes Jahr gab es die intensivste Vorbereitung auf einer Freizeit im Jugendhaus Knappenberg. Dort wurden die eigenen Texte entworfen und eingeübt. Interessant war, dass neue geistliche Lieder vorgetragen wurden, die dann auch im Vitamin C-Teeniegottesdienst gesungen werden. So wurde eine Brück innerhalb der Kirchengemeinde geschlagen. Musikalisch wurde der Musicalchor von den beiden Söhnen des Jugendreferenten, Jonathan und Jannik unterstützt. Die Zuhörer lauschten den Texten in „jugendgemäßer“ Sprache und den teils in englischer Sprache vorgetragenen Liedern mit großer Aufmerksamkeit und spendeten danach einen großen Applaus.

Der Nachmittag im Landhotel „Grüner Baum“ in Kühnhofen wurde musikalisch bereichert durch den Posaunenchor und durch zwei Liedvorträge vom Seniorenkreis.

Die drei Gaben

Wieder trafen sich Gemeindemitglieder zur Waldweihnacht in der Fuchsau. Der Posaunenchor spielte weihnachtliche Lieder und begleitete die von allen gesungenen Weihnachtslieder. Die Hansgörglbuam sangen volkstümliche Weihnachtslieder. Wegen des regnerischen Wetters fand die gesamte Feier nicht im Wald, sondern direkt an der Gaststätte Fuchsau statt. Ein Dank geht an Wolfgang Rempt für die Organisation.

Pfr. Metzger las die Geschichte von den „Drei Gaben“. Nach den drei Weisen aus Babylon mit ihren Geschenken kamen drei unansehnliche Gesellen zum Christuskind und brachten ihre Geschenke mit: Ketten, Fesseln und Gotteszweifel. Damit ist der Weg dieses Kindes vorgezeichnet. Es wird ein Weg zum Kreuz werden, damit Menschen Vergebung der Sünden erfahren.

Euch ist heute der Heiland geboren

Eine sehr besinnliche Adventsfeier hatte der Seniorenkreis. Frau Ursula Wolfermann hatte sich wieder viele Gedanken dazu gemacht. Vier Mitarbeiterinnen lasen Gedanken zu den vier Adventskerzen, die je eine bestimmte Bedeutung haben. Danach gab es neben weihnachtlichen Liedern, Kaffee und Christstollen eine Sprechmotette zum Thema: „Euch ist heute der Heiland geboren“.

Dabei wurde die Weihnachtsgeschichte aus Sicht der Hirten von Bethlehem erzählt. Pfr. Gerhard Metzger las die Geschichte „Die Taube aus Ägypten“ von Rudolf Otto Wiemer. Josef ist mit Maria und dem Kind auf dem Weg nach Ägypten. Die Taube Gurru soll dem Königskind zu Ehren einen Palmzweig überreichen. Aber sie verliert ihn und der Knabe ergreift stattdessen einen Dornenranken. „Der Herr will beides haben. Begreifst du das nicht?“ anwortet der Esel und das gilt bis heute: Palmzweig und Dornen gehören bei Jesus zusammen.

Freundschaft mit Gott

Das wichtige Thema „Freundschaft mit Gott“ stand im Mittelpunkt des letzten ALBA-Familiengottesdienstes im Jahr 2018. Daniel Prütting gab dazu einige Impulse. Konkret als Freund Gottes werden im Alten ‚Testament Abraham und Mose bezeichnet. Im Neuen Testament sagt Jesus im Johannesevangelium zu seinen Jüngern „Ihr seid meine Freunde“. Das Verhältnis von Jesus zu seinen Jüngern ist nicht ein Verhältnis wie zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, nicht wie zwischen Lehrern zu Schülern und auch nicht wie zwischen Nachbarn. Im Glauben an Gott spricht mir Jesus seine Freundschaft zu. mit dieser Wertschätzung kann ich in der Beziehung zu Gott leben.

Diese Botschaft stand neben vielen Liedern und einem Anspiel für einen lebendigen Familiengottesdienst, der am 20. Januar 2019 im neuen Jahr Familien mit Kindern einlädt, gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

Baumbestattungsfeld eingeweiht

Es lag nahe, am Ewigkeitssonntag das Baumbestattungsfeld einzuweihen. Schließlich sind an diesem Sonntag die Angehörigen von verstorbenen Gemeindemitgliedern besonders zum Gottesdienst eingeladen. Dann wird ein Licht für jeden Verstorbenen angezündet und die Namen einzeln verlesen. Um den Wunsch von Gemeindemitgliedern nachzukommen, wurde im Frühjahr ein Rollrasen angelegt, so dass schon vor der Einweihung insgesamt drei Baumbestattungen stattgefunden haben.

Foto: Thomas Geiger

Foto: Thomas Geiger

So ging die gesamte Gottesdienstgemeinde nach dem Predigtlied zum Friedhof hinaus und Pfr. Gerhard Metzger weihte das Bestattungsfeld mit Gebet, Widmung und Segen ein. Wer sich für diese Bestattungsform entschließt hat die Möglichkeit, den Namen auf einem Schild schreiben zu lassen, das an einer der drei Stelen festgemacht wird. So ist nach außen sichtbar, wer hier beerdigt ist und ein Ort der Trauer ist gegeben. Die Urne kommt in den Boden und muss deshalb verrottbar sein. Nicht erlaubt sind Blumen oder Gegenstände auf dem Bereich der Baumbestattung.

Safe

Als Überraschungsgast besuchte uns im November im Vitamin C-Teeniegottesdienst der neue Dekanatsjugendreferent Matze Rapp. Quasi noch ganz „Neu“ im Dekanat – sein Arbeitsstart war erst im September – berichtete er von seiner Arbeit und über die vielen Angebote, die das Dekanat Jugendlichen bietet. Aber nicht nur das.

Zu Beginn stellte er sich erfolgreich und überzeugend den „harten und direkten“ Fragen von Viktor Ambrusits. Spannend, persönlich und authentisch ging Matze Rapp in der Predigt auf das Leben mit Jesus ein. „Das Leben mit Jesus ist sicher“ unterstrich Matze immer wieder. Aber trotzdem ist Zweifeln erlaubt! „Suchende“ und „Hinterfragende“ sind willkommen. Der Jünger Thomas zweifelte an Jesu Auferstehung heftig. Jesus nahm seine Zweifel und Verunsicherung ernst und zeigte sich ihm. Bei Jesus bist Du sicher, war die Kernbotschaft seiner Predigt.

Abrundend gestaltete die Band passend und ausgelassen den ‚Gottesdienst-Worship im gemütlichen Jugendhaus.

Neuer Prädikant

Wem ist das nicht auch schon passiert? Er geht in ein Kaufhaus mit einem ganz bestimmten Kaufwunsch. Aber wenn er dann an der Kasse in den kaufwagen schaut, dann findet sich da etwas ganz anderes und vor allem mehr, als er sich das vorgestellt hat. Um dieses Thema ging es beim Berufungsgottesdienst von Alexander Krause zum Prädikanten.

An einem ganz einfachen und alltäglichen Beispiel lässt sich zeigen, dass Paulus scheinbar schon vor 2000 Jahren die menschlichen Schwächen „Das Gute, das ich will, das tue ich nicht; das Böse, das ich nicht will, das tue ich“. Dieser ‚Vers aus dem siebten Kapitel des Römerbriefes unterstreicht, dass der menschliche Wille oft dem tatsächlichen Handeln entgegensteht.

Dekan Dr. Werner Thiessen zeigte in einer sehr lebendigen und anschaulichen Predigt die Folgen dieser menschlichen Unabwägbarkeiten auf. Was kann ein Christ dagegen machen? Im nächsten Kapitel des Römerbriefes wird deutlich: Christen können sich auf das Wirken des Heiligen Geistes verlassen. Er ist ein Geist der Kindschaft. Er zeigt, dass Christen im Glauben an Jesus Kinder Gottes sind. Und damit werden wir frei gesprochen von allen Anklagen und können davon leben, dass Gott vergibt und neue Kraft im Leben schenkt.

Foto: Thomas Geiger

Anlass für diese Worte war die Beauftragung von Alexander Krause zum Prädikanten der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern im Gottesdienst in der Thomaskirche in Altensittenbach. Mit dieser Beauftragung ist der Prädikant berechtigt, Wortverkündigung und Abendmahlsverwaltung innerhalb der evangelischen Kirche auszuüben. Sein Dienst beschränkt sich nicht nur auf die Heimatkirche, sondern er kann im gesamten Dekanat und darüber hinaus diese Beauftragung wahrnehmen. Alexander Krause hat sich in den letzten Jahren durch Fortbildungen und praktische Einsätze dafür qualifiziert. Bei der Beauftragung selbst waren als Assistenten bei der Segnung auch Pfarrer Gerhard Metzger, Frank Hildebrandt und Barbara Wieder tätig. Der Beauftragte selbst hielt die Liturgie bei der Abendmahlsfeier.

Konzert mit Tulus Sitindaon

Ein beeindruckendes Konzert von Tulus Sitindaon gab es in der Thomaskirche Altensittenbach. Tulus Sitindaon ist indonesischer Christ aus der Volksgruppe Batak, Samosir Insel in Nord Sumatra. Alle seine Lieder sind selbst von ihm gedichtet und komponiert. Sie erzählen aus dem reichen Spektrum seines Lebens. Er nimmt die Zuhörer mit, wie er als Kid und Jugendlicher zwar häufig als katholischer Christ in die Kirche gegangen ist, aber nicht wirklich die Vaterliebe Gottes spüren konnte. Mit 16 Jahren hat er seinen Vater verloren und durch dieses Geschehen kam es zu intensiven Gesprächen mit einem Onkel. Er erzählte ihm, wie wichtig es ist, im Leben diese besondere Liebe von Gott zu spüren und zu wissen, welches Ziel Gott für ihn gesetzt hat. Er machte sich auf den Weg zu Gott hin und erlebte diese besondere Liebe zu Gott. In seinen Liedern singt er vom wichtigsten Punkt im Glauben: sich vergeben zu lassen um anderen vergeben zu können. So wurde bei ihm die Angst immer weniger durch die Liebe von Jesus zu ihm. Gott schenkt seine besondere Liebe allen, die an ihn glauben. In Batak hat er von dieser großen Gnade Gottes gesungen: „Ich danke dir für deine große Gnade. Ich gebe mein Leben für Dich“‚.

Tulus Sitindaon spricht von dem besonderen inneren Garten, den Gott in ihm berührt hat. Er erreicht unsere herzen und ich habe eine Gewissheit, dass ich zu ihm kommen kann. Er erzählt in einem Lied von einem Erlebnis auf dem Balkon in seiner Wohnung. Die Sonne hat auf ihn geschienen. In diesem Sonnenbad spürt er, wie Gott seinen Körper und sein Herz erwärmt. er erzählt, wie schwer es ihm fiel, sich auf die deutsche Kultur einzustellen und wie das für ihn auch in seiner Ehe eine Herausforderung war. Geholfen hat ihn ein Lied, das davon spricht, dass Ehe übersetzt werden kann mit Eins Herr Ehe. Liebe ist ein lebenslanger Prozess.

Ein besonderer Höhepunkt war das Lied zum Vaterunser, das er mit seinem 5-jährigen Sohn Philip gesungen hat. Wie beim Vater ist bei ihm diese besonders ausdrucksstarke Stimme zu erkennen. Die Zuhörer dankten dem Liedermacher mit langen Applaus und so gab es noch eine Zugabe.