Meine Augen sehen stets auf den Herrn

Der lateinische Name des dritten Sonntages in der Passionszeit war Grundlage des ALBA-Familiengottesdienstes im März. Okuli – „meine Augen“. Der Name ist abgeleitet aus dem Psalmwort aus Ps 25, 15: „Meine ‚Augen sehen stets auf den Herrn“. Welche Gefühle habe ich mit dieser Vorstellung, dass Gott alles in meinem Leben sieht? Habe ich ein gutes Gefühl und denke mir: Gott kennt jeden Schritt und passt auf mich auf. Oder fühle ich mich eher beobachtet und habe eine Vorstellung von Gott als einen Art Polizistengott? In einem sehr humorvollen Anspiel wurde aufgezeigt, dass diese Vorstellung auf Ps 25 durchaus wie eine Art totale Überwachung auf mich wirken kann so wie das Eltern oft gerne bei ihren Kindern machen würde.

Wer den Psalm genau liest merkt, dass die Blickrichtung auch anders geht: Ich schaue auf Gott in meinem Leben, egal wo und wie ich bin. Bei meinen Handlungen und Überlegungen überlege ich, ob ich diese als Christ im Angesicht Gottes vertreten kann. Dann zeigt mir dieser Wochenspruch deutlich auf, wie nahe mir Gott ist und wie er mein Leben gestalten will und kann.

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