Von der Adria zum drittkleinsten Staat der Erde

Zum vierten Mal ging es mit „Reisen in christlicher Atmosphäre“ auf eine Studienfahrt zusammen mit vielen Mitfahrer/-innen aus ganz Bayern. während der Fahrt gab es immer auch das Büffett aus dem Bus und niemand musste verhungern.

Nach einer Fahrt mit Zwischenübernachtung in Verona kamen alle in das Quartier in Giulianova an der Adriaküste in den Abruzzen an Durch diesen festen Standort gab es sehr viele Möglichkeiten, das warme Wasser der Adria ausgiebig zu nutzen.

Der Strand von Giulianova am frühen Morgen bei Sonnenaufgang.

Immer wieder wurde zu verschiedenen Gesprächsgruppen zu Glaubens- und Lebensthemen eingeladen. Diese fanden am späten Nachmittag vor dem Abendessen statt. Wer wollte, konnte sich bei einer Singgruppe beteiligen.

Zwei ganztägige Ausflüge waren die Höhepunkte der Fahrt. Einmal ging es nach Assisi zur Wirkungsstätte des Hl. Franz v. Assisi, der vor rund 800 Jahren wichtige geistliche Impulse setzte, die bis heute für viele Christen wichtig sind. Mancher nahm das zum Anlass, die große Kirche San Fancesco zu besuchen, in der er begraben liegt und die heute zu den sieben wichtigsten Kirchen der katholischen Kirche gehört.

Die Basilika San Francesco vom Bus ausgesehen.

Andere wieder gingen zur Chiara-Kirche. Dort liegt die Hl. Klara von Assisi begraben. Sie war Zeitgenossin von Franz und lebte mit ihren Orden im Kloster San Damiano, das außerhalb von Assisi liegt und „erlaufen“ werden muss.

Hier ein Blick in den herrlichen Innenraum des Kloster von San Damiano.

In der Kirche der Hl. Chiara hängt das Originalkreuz, vor dem Franz die Stimme von Jesus gehört hat: „Bau mir eine Kirche“. Franz hat dann drei Kirchen selbst renoviert, darunter eben dieses Kloster San Damiano.

Das ist das Originalkreuz, von dem Franz die Stimme von Jesus gehört hat und das jetzt in der Klarakirche hängt.

Franz hat auch die Kapelle „Portiuncula“ renoviert. Sie liegt etwa 2 km außerhalb von Assisi. Es war der Standort, an dem die Gemeinschaft von Franz, die „Minderbrüder“ Jahre lang gelebt haben und zu der sich Franz zwei Tage vor seinem Tod hat bringen lassen um dort am 3.10.1226 zu sterben. Heute ist darüber die riesige Kirche „Santa Maria degli Angeli“ gebaut worden. So mancher Besucher fragt sich innerlich, ob sich Franz bei diesem Anblick nicht „im Grab herumdrehen“ würde. Die Portiuncula kommt sich da fast ein wenig „verloren“ vor.

Mitten in der Kirche die kleine Portiuncula.

Ein weiterer Tagesausflug ging in die Hauptstadt der Abruzzen nach LAquila. Vor genau 10 Jahren gab es in dieser Gegend ein schweres Erdbeben, bei dem auch die Kirchen in Assisi betroffen waren. Während aber dort kaum noch Schäden zu sehen sind, ist das in LAquila anders. Viele Baukräne prägen das Stadtbild und es sind immer noch eingestürzte Häuser zu sehen.

Mitten drin ein sehr schöner Park zum Verweilen und zum Eis genießen.

Auch eine Halbtagesreise nach Atri stand auf dem Programm, bei der auch sie sog. „Toten Felder“ zu sehen waren. Hier handelt es sich um Grundstücke, die durch nicht nachhaltige Bewirtschaftung entleert sind und nicht mehr bebaut werden können.

Die Toten Felder“ von Atri

Auf der Heimfahrt gab es eine Überraschung. Der busfahrende Pfarrer Martin Kühn ließ sich auf einen Vorschlag der Teilnehmer ein und machte einen Abstecher in den drittkleinsten Staat der Erde, San Marino.

Für viele war es das erste Mal, dass sie dieses Land besucht haben., das man sonst vom Namen her nur vom Fußball oder vom „Großen Preis von San Marino“ bei der Formel 1 kennt. Dabei ist es die älteste Republik der Welt mit gerade mal 61 qkm. Dieses Land kann getrost mit Anspielung auf biblische Bilder als „Land auf dem Berg“ bezeichnet werden. Die Hauptstadt zu erklimmen und dabei die fahrerischen Fähigkeiten zu bewundern war ein herausragendes Erlebnis.

Blick über die Burg von San Marino

Blick von der Burg von San Marino in Richtung des Meeres.

Da die Mitfahrer/-innen aus so vielen Gegenden kamen, gab es sehr interessante Gespräch und Begegnungen mit Menschen mit ganz verschiedenen biographischen Hintergründe. und das macht solch eine besondere Fahrt noch einmal wertvoller als sie sowieso schon ist. Die eisegruppe aus der Region Hersbruck traf sich dann mit dem ehemaligen Pfarrersehepaar von Hartmannshof, Elisabeth und Andreas Heindl zum Gruppenbild in Brixen, der letzten Station vor dem Heimkommen.

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