Wenn Corona will, steht (noch mehr) still, Update 257 vom 27.11.2020

Tägliche Gedanken in einer schwierigen Zeit, heute von Pfarrerin Monika Muck (Bitte lesen Sie dazu das gestrige Update 256

Auf den Knien beten

Liebe Missionsfreunde, mitten hinein in alle Lockdowns und Stürme dieser Welt grüßen wir Euch mit dem Liedvers „Vertraut auf den HERRN.  Jesus Christus für immer, denn ER ist der ewige, unwandelbare Fels“. Auf diesen Felsen zu gründen ist Auftrag und Ziel unserer Arbeit, an der wir Euch ein wenig teilhaben lassen wollen.

Theologische Hochschule Kidugala: Als ich Mitte Juli nach dem ersten Corona -Lockdown aus Deutschland zurückkam, war der Unterricht schon wieder einige Wochen voll am Laufen und ging auch ohne Semesterferien weiter. Da im August Kollegen – auch aus der Leitung – versetzt wurden und zwei neue Kollegen erst Mitte Oktober hier ankamen, habe ich wirklich bis zur Erschöpfung unterrichtet. Mitte September kam noch der Evangelistenfrauenkurs dazu. Die Freude, Gottes Wort weitergeben zu können und der Hunger der Studenten danach, hielt mich aufrecht. Am 24. Oktober hatten wir die Absolvierungsfeier. Bischof Fihawango sprach von nötiger Reformation in unserer Kirche und erzählte das Beispiel von einer Studentengruppe, die die Wohn- und Wirkungstätten John Weslys besuchte. An der Stelle, wo Wesley am Bett gekniet und für Erweckung in England gebetet hatte, war eine Vertiefung im Boden durch seine Kniee zu sehen.  Bei der Abfahrt wurde ein Student aus der Gruppe vermisst. Man fand ihn schließlich an der selben Stelle kniend beten: „Lord, do it again! „Herr, tue es wieder!“ Der Student hieß Billy Graham.  Das ist auch unser Gebet. Wir beten um eine Neuausrichtung der Leitung und gute Lehrer. 

Alphonce, der junge Evangelistenstudent aus Lupa ist vor eingigen Tagen im zweiten Anlauf nach Dar es Salaam gefahren, um sich wegen seine Knochenmarksinfektion am Arm operieren  zu lassen. Beim ersten Mal im Frühjahr wurde das durch den Coronalockdown verhindert. Er kann bei einem Pfarrersstudent wohnen., wurde aber gestern im Kleinbus das Behandlungsgeld beklaut.; zur Zeit ist Christoph vom Bodenseehof da, um dieses Bibelcamp mit vorzubereiten.

Wir haben geplant im Dezember nach Deutschland zu kommen. Mal sehen ob das mit dem erneuten Lockdown bei Euch dann möglich und sinnvoll ist. Hier ist Corona kaum noch ein Thema. Das Leben läuft ganz normal ohne irgendwelche Einschränkungen. Wir versuchen unser Immunsystem zu stärken durch Artimisia annua, Moringa, Ingwer, Knoblauch, Honig und andere Heilkräuter und  unterrichten auch unsere Studenten dementsprechend. Es gibt kaum Coronakranke in den Krankenhäusern.  Für die Wahlen wurde hier viel  um Frieden gebetet und Präsident Maghufuli wurde, wie zu erwarten war, wieder gewählt.  Für alle Verbundenheit und Unterstützung herzlichen Dank.

Monika Muck, Kidugala Lutheran Seminary, Tansania

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