Archiv des Autors: Pfr. Gerhard Metzger

Christbäume für einen guten Zweck

Auch in diesem Jahr wurden wieder Christbäume auf unserem Gemeindegebiet gesammelt. Viele Präparanden, Konfirmanden und weitere jugendliche Helferinnen und Helfer waren unterwegs. Sie zogen von Haus zu Haus und fragten nach abgeleerten Bäumen. Insgesamt wurden 159 Bäume genommen und zu den verschiedenen Sammelplätzen gebracht. Eine großartige Unterstützung gab es wieder durch den Vereine „Sittenbächer Kirwa e.V.“.

Das ist die ganze Truppe vom Verein Sittenbächer Kirwa e.V.

Ihr Vorsitzender, Stefan Neuner, hatte junge Mitglieder motiviert und so wurden die Christbäume schnell von Altensittenbach nach Ellenbach zum Heckseln gefahren. Ein besonderer Tank geht an die drei Fahrer der Traktoren: Stefan Sperber, Jonas Schwarz und Patrick Dastig.

Aber auch die anderen Mitstreiter hatten Spaß und sahen alles nicht nur als „Arbeit“ an. Als Pfarrer in diesem Stadtteil von Hersbruck freue ich mich ganz besonders über diese sehr gute Zusammenarbeit, die hoffentlich auch in Zukunft sein wird.

Die Jugendlichen der Kirchengemeinde erfreuten sich nach getaner Arbeit an Langos und Brezeln.

Besonders viel zu tun hatten das Brüderpaar Niklas und Elias Bock. Sie sammelten ganz im Norden von Altensittenbach bei vielen Häusern und kamen deshalb als letzte Gruppe an. Ein besonderer Dank an die Beiden von dieser Stelle aus.

Nicklas und Elias Bock nach getaner Arbeit

Auf der Suche nach Weihnachten

Sehr stimmungsvolle und mit viel Freude vorbereitete und durchgeführte Familiengottesdienste wurden am diesjährigen Heiligen Abend gefeiert. Um 15.00 Uhr bekamen die Kinder im weihnachtlichen Senfkorngottesdienst für Familien m. kleinen Kindern eine Laterne mit nach Hause. Dabei war auf jeder Seite ein Motiv zu erkennen. Die Geschichte erzählt fiktiv das Geschehen von Weihnachte aus der Sicht eines Nachtigall. Sie macht sich wie die Hirten auf den Weg nach Bethlehem zum Kind.

Beim Familiengottesdienst um 16.00 Uhr wurde das Musical „Auf der Suche nach Weihnachten“ vorgetragen mit viel Musik und sehr gekonnter Darstellung. Viktor Ambrusits und Ilka Kolb hatten das Stück einstudiert. Christoph und Regina Utz haben zusammen mit Amélie Kolb alles musikalisch eingerahmt. Es war eine aufgelöste Stimmung in der Thomaskirche mit viel Klatschen und Tanz. Die Gottesdienstbesucher erhoben sich zeitweise von den Bänke. Es war ein sehr gelungener Gottesdienst. Ein Gottesdienst hat die folgende Bilder gemacht.

Auf der Suche nach Weihnachten landen die Könige in Schottland
Auf der Suche nach Weihnachtgen landen die Könige in Ungarn und essen Gulasch.
Auf der Suche nach Weihnachten landen die Könige auf den Weihnachtsinseln.
An der Krippe!
Und hier sind die Musiker zu sehen! Ein großes Dankeschön.

Beauftragung von Viktor Ambrusits zum Prädikanten

Seit 2006 ist Viktor Ambrusits auf einer halben Stelle als Jugendreferent für die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Altensittenbach tätig. Finanziell wird diese Stelle ganz aus Spendenmitteln vom Förderkreis „Jugendarbeit“ und von der Kirchengemeinde getragen. Jetzt hat er die Weiterbildung zum Prädikanten der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern absolviert und alle Prüfungen bestanden. Aus diesem Anlass hat ihn Dekan Tobias Schäfer im Adventsgottesdienst eingesegnet. Der Dekan hat seiner Ansprache Verse aus dem Buch des Propheten Jesaja zugrunde gelegt. „Der Geist der HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN“. Es ist die Hauptaufgabe eines Prädikanten, diese gute Botschaft weiterzusagen. Als Prädikant wird er auch beauftragt für die Sakramentsverwaltung.

Prädikant Viktor Ambrusits: „Was verbindet Jesaja, James Bond und ein Kuschel-Einhorn? – Der Trost“
Foto: Thomas Geiger

Der neue Prädikant ging in seiner Predigt aus Jesaja 40 auf das Thema „Trost“ ein und zeigte sich dabei als Kenner von James Bond. „Ein Quantum Trost“ mit Daniel Craig aus dem Jahr 2008 war der Aufhänger für seine Ausführungen. Gott zeigt sich immer wieder und nicht nur in leidvollen und ängstlichen Situationen als der Tröster, bei dem jeder eine Heimat finden kann.

Viktor Ambrusits, mit Pfarrer Gerhard Metzger (r) und Dekan Tobias Schäfer (l) – Foto: Thomas Geiger

Auf dem Bild ist Viktor Ambrusits (Mitte) mit Dekan Tobis Schäfer (links) und Pfarrer Gerhard Metzger (rechts) zu sehen. Bei der Segnung wirkten auch noch Barbara Weider und Thomas Geiger mit.

Der Besuch

Die schwangere Maria besucht ihre Tante Elisabeth, die ebenfalls schwanger war. Sie treffen sich und erzählen, wie Gott bei beiden ein Wunder getan hat. So werden Jesus (von Maria) und Johannes der Täufer (von Elisabeth) geboren. Johannes wurde zum „Vorläufer“ von Jesus und hat ihm sozusagen den „Weg bereitet“.

Die Mitarbeiter/-innen des Familiengottesdienstes haben diese Geschichte sehr schön umgesetzt. Natürlich durften Lichtelemente in dieser Adventszeit nicht fehlen.

Wie immer hat die Band „Utz und Gatterer“ diese Feier wunderbar ausgestaltet.

Dabei wurde auch intensiv und engagiert getanzt. Familiengottesdienst bedeutet eben auch, in Bewegung sein im Glauben an Jesus.

sdr

Atme!

Atmen – durchatmen in heftigen, krassen Zeiten.
In Lebenssituationen, die mir fast den Atem rauben.

Das Gefühl – mir fehlt der Atem – macht vor keinem Alter und keiner Gesellschaftsschicht halt.

Das Predigtwort aus Jesaja, in unserem Vitamin C November Gottesdienst, bestärkt.

Dort spricht Gott uns Menschen zu:

Er gibt den Menschen auf der Erde Atem und Lebensgeist denen, die auf ihr wohnen. Er spricht: Ich, der Herr, bin dir treu. Ich habe dich gerufen, ich nehme dich bei der Hand und beschütze dich.

Gott schenkt Lebendigkeit, Lebenskraft und Atem für mein Leben. Er sieht mich, und berührt mich, bei ihm bin ich sicher und kann ruhig durchatmen. Besonders in turbulenten Zeiten unseres Lebens.

Passend zu diesem Thema spielte zum ersten Mal die Band – sehr genial gesungen und gespielt (!) – das Lied „Immanuel“ – Gott ist da!

Es war ein voll schöner Vitamin C Gottesdienst, mit toller Musik, Impulsen und Gesprächen. Bis in die Abendstunden hinein, eine geniale gemeinsame Zeit in unserem Jugendhaus.

Barbara Weider



Auf der Suche nach Weihnachten

Alle Jahre wieder gibt es ein Weihnachtsmusical. Nachdem in den letzten beiden Jahren der Heilig Abend – Gottesdienst mit Puppenimprovisation und Film stattgefunden hat, soll es in diesem Jahr wieder ein Musical in Präsenz im Gottesdienst geben. Aus diesem Grund sind die Kinder und Jugendlichen wieder nach Knappenberg aufgebrochen um hier das Stück auszuarbeiten und einzustudieren. Diese Jahr wird es auf die „Suche nach Weihnachten“ gehen. Mehr wird noch nicht verraten. Die Kinder waren – wie immer – engagiert dabei, die Szenen des Stücks einzustudieren und gemeinsam die Lieder zu lernen. Auch die Gemeinschaft kam nicht zu kurz und die Tage wurden mit jeweils einer kleinen Andacht abgeschlossen.

Die Rollen sind verteilt, aber falls noch Kinder mitsingen möchten, können sie gerne noch dazu stoßen. Geprobt wird noch am 12.11.2022 von 15.00 – 17.00 Uhr im Gemeindehaus. Das Musical wird auch auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt in Hersbruck am 10.12.2022 um 16.00 Uhr gezeigt. Hierfür findet am 03.12. um 15.00 Uhr noch einmal eine Generalprobe statt.

Sehnsucht

Ein besonderes Hörerlebnis die Zuhörer in der vollbesetzten Thomaskirche beim Konzert mit dem Marginalchor aus Nürnberg. Der Chor entstand vor einigen Jahren als sich ehemalige Studenten spontan zu einem Chor trafen, der in unregelmäßigen Abständen probt und Aufführungen hat. Aber schon beim ersten Lied ist die Qualität und das Engagement der Künstler zu hören und zu spüren. Das Repertoire geht von Musikern des 16. Jahrhunderts (John Dowland, Thomas Campion u.a.) über Felix Mendelssohn Bartholdy und Max Reger zu neueren Komponisten wie Igor Kornelyuk, Jim Clements, Oliver Gies und John Rutter. Interessant ist, wie der gesamte Chor durch nur einfache Begleitung wie Piano, Gitarre und Akkordeon eine große Klangfülle in die Kirche bringen konnte, deren Akkustik durch die Renovierung vor acht Jahren stark gewonnen hat.

Der Leiter des Chores und Gitarrenspieler, Jörg Neubauer, gelingt es vorzüglich, die einzelnen Stimmen einzusetzen, bei denen der Sopran noch stark hervorsticht. An der Violine hatte Mónica Sard´on Hidalgo besondere Soloauftritte, bei der die Zuhörer staunend über die künstlerische Fähigkeiten fasziniert waren. Auch die anderen Solospieler Helen Gibson am Piano sowie Christoph Utz an der Gitarre und am Akkordeon überzeugten und gaben dem Abend eine besondere Note. Am Schluss gab es noch einen besonderen Höhepunkt. Kinder von Chormitgliedern sagen das Lied „Look at the world“. Somit ist die zweite Genration dieses Chores gesichert. Der Chor hat mit seinen alten und neuen Weisen den Lockdown durch die Coronakrise sehr gut überstanden und musste zwei Zugaben geben.

Ich bin eine Traube

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuten sich über den sehr guten Besuch des Familiengottesdienstes in der Thomaskirche im Oktober. Das Thema „Ich bin eine Traube“ passte gut zur Jahreszeit und dem erst gefeierten Erntedankfestes. Als Impuls fragte der Jugendreferent Viktor Ambrusits mit seinen Puppen, wer von den Besuchern Dihydrogenmonoxid kennt. Denn es ist sehr giftig und in fast allen Lebensmitteln enthalten. Es kam heraus, dass damit Wasser chemisch beschrieben wird und lebensnotwendig ist.

Beim Thema „Traube“ ging er auf ein Wort von Jesus aus dem Johannesevangelium ein: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun“. Anschließend feierte Pfarrer Gerhard Metzger das Hl. Abendmahl, bei dem auch die Kinder eingeladen waren.

Die Familienband „Utz und Gatterer“ spielte und sang fröhliche Lieder, bei der auch die Erwachsenen mitmachten.

Hast Du Bock?

Nach der Sommerpause trafen sich junge Leute wieder zu einem Vitamin CGottesdienst im Jugendhaus. Amélie Kolb kam dabei zu ihrer Premiere in der Verkündigung und sie hat das sehr gut gemacht.

„Hast Du Bock? lautete ihre Frage. Dabei ging sie auf die Lebenswirklichkeit nicht nur von jungen Leuten ein, dass eben wohl keiner „immer Bock“ habe etwas zu tun, für die Schule zu lernen oder auch im Glauben für Gott immer das zu machen, was vielleicht nötig ist. Sie verwies auf verschiedene Propheten aus dem Alten Testament. So nannte sie Jona, der eben nicht den Menschen in der Stadt Ninive das Gericht predigen wollte und geflohen ist. Auch Mose wehrte ab als Gott ihn den Auftrag gab, das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Dennoch ist Gott mit solchen Menschen einen bestimmten Weg gegangen und hat ihre Aufgaben und ihr Leben mit ihm gesegnet. Ich darf als Christ auch mal „keinen Bock“ haben und Gott gibt mir dennoch neue Aufgaben.