Grenzen erfahren

Raus aus dem Alltag und zusammen in die Fränkische Schweiz – auf die Jugendfreizeit 2018! Dieses Event ließen sich einige Jugendliche nicht entgehen! Das Wetter versetzte uns blitzschnell in Urlaubsstimmung, die optimal unterstützt wurde von den Räumlichkeiten mit toller Terrasse und genialem Außengelände. Die Möglichkeiten schienen unbegrenzt! Perfekt für die ausgewählte Headline der Freizeit: „Grenzen“!

Für uns alle ein ausgesprochen vielschichtiges und persönliches Thema. Spannend die Überlegung wie eine Gesellschaft ohne Regeln aussehen würde bzw. welche Gesetze wir uns dann doch wünschen würden, um gemeinsames Leben gestalten zu können. Den Blick auf die uralten Regeln der Bibel haben wir gewagt. Nachgespürt in einzelnen Gebote-Stationen, welche Bedeutung sie für uns haben und wie wir sie empfinden.

Da im Grunde unser Leben permanent mit persönlichen Grenzerfahrungen zu tun hat, war es ein Leichtes, beim Lagerfeuer, Geländespiel, Foto-Safari, Beautyabend, Body-Workout, Wandern, Chillen etc. Grenzen wahrzunehmen und immer mal wieder aus verschiedenen Blickwinkeln darüber zu reflektieren und zu philosophieren.

Erprobt und bewährt starteten wir wieder das Projekt „Selbstversorger“, sprich gemeinsames Kochen und Küchenarbeit wurde im Team erlebt. Als Überraschungsessen gab es !

Die Jugendfreizeiten zählen zu den Highlights des Jares. Diese Freizeit 2018 hat es zweifelsohne dank den guten Begegnungen, Erlebnissen und dem Fun-Faktor wieder in einen höheren Rank geschafft.

Von Traurigkeit zur Freude

Zum vierten Mal feierten wir ein Tauferinnerungsfest. Insgesamt 3 Konfirmanden/-innen beteiligten sich an diesem Gottesdienst im Rahmen ihres Gemeindepraktikums. Die beiden erwachsenen Mitarbeiterinnen Andrea Glockner und Franziska Sperber gaben Impulse zu diesem besonderen Gottesdienst. Alle Teilnehmer des Gottesdienstes erhielten eine Klappkarte mit 3 Bildern aus der Ostergeschichte des Lukas, bei der zwei Jünger von Jesus traurig auf dem Weg zu Ihrem Heimatort waren. Ein Unbekannter gesellte sich zu ihnen und erklärte ihnen, warum Jesus sterben musste. Beim Brotbrechen im Haus erkannten die beiden Jünger Jesus, der von ihren Augen entwich. Sie gingen voller Freude nach Jerusalem zurück und erzählten ihr Erlebnis. Diese Geschichte ist ein sehr gutes Beispiel für die Gegenwart von Jesus in unserem eigenen Leben. Wir sehen Jesus nicht, aber er ist mitten unter uns.

Die Taufkerze symbolisiert das mit ihrem Licht. Jedes Kind konnte im Laufe des Gottesdienstes seine eigene Taufkerze an der Osterkerze entzünden und einen Segen sich zusprechen lassen. Dabei wurde ein Kreuz mit Wasser auf die Stirn gezeichnet mit den Worten: „Gott spricht zu Dir. Ich habe dich lieb“. Die Feier wurde musikalisch ausgestaltet von einer „Kinderband“ unter Leitung von Christoph und Regina Utz.

Wir pflanzen einen Apfelbaum!

An ihre Einsegnung werden sich die diesjährigen Konfirmanden noch lange erinnern. Und zwar am Mehrgenerationenspielplatz im Wohngebiet Hirtenbühl. Dort haben sie gemeinsam einen Baum gepflanzt, wie bereits einige ihrer Vorgängerjahrgänge.
Die Entscheidung für den Baum kam von den Konfirmanden selbst. Gemeinsam wollten sie ihn auch einpflanzen. Dazu ging der Spaten um und jeder hatte die Schaufel einmal in der Hand. Ein bisschen Hilfe von außerhalb gab’s schon dazu. So hatten die Bauhofmitarbeiter den Standort bereits vorbereitet und Gärtnermeister Wolfgang Geiger gab dem Bäumchen noch seinen Schnitt.
Zweiter Bürgermeister Peter Uschalt beglückwünschte die Konfis zu ihrer Entscheidung und sprach mit Luthers Worten („Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Baum pflanzen“) die Hoffnung aus, dass alle immer wieder mal nach ihrem Bäumchen schauen und dieses viele Äpfel trägt.

Für Pfarrer Metzger ist der Baum etwas, das über das eigene Leben hinausgeht. Wenn er gut wächst, dann wird er viele Jahre dort stehen und Früchte tragen. Er weist über das eigene Leben hinaus. Er erzählte den Jugendlichen, dass es mit dem Glauben an Gott genau so sei. Dieser weise auch über das Leben hinaus. Ein Leben mit Jesus öffne die Tür in die Ewigkeit.

Der Baum wird jetzt vom Hersbrucker Bauhof noch eine Stütze bekommen, bis er gut angewachsen ist. Dafür sagen die Konfis Dankeschön.
Damit die Erinnerung an die Konfirmandenzeit wach bleibt, lässt die Kirchengemeinde ein Schild mit den Namen der Konfirmanden anbringen. Die Vorrichtung zur Befestigung wird von Herrn Emil Raab gestiftet. Auch dafür sagen die Konfis herzlichen Dank.
Wer so viele helfende Hände und Mitdenker hat, kann sich sehr glücklich schätzen.

 

 

 

Gutes tun und darüber reden

Margareta Konrad war gebürtige Altensittenbacherin und hat ihre gesamte Kinder- und Jugendzeit hier verbracht. Vor 60 Jahren ist sie nach Nürnberg gezogen und ist dort vor ein paar Wochen im Alter von 94 Jahren gestorben. Zu ihrer alten Heimat hat sie aber nie ganz den Kontakt verloren, hat immer das Grab ihrer Eltern besucht und sich um die Pflege gekümmert. Bei den Jubelkonfirmationen war sie eine treue Besucherin. Ihren Wunsch nach einer Bestattung auf dem Friedhof in Altensittenbach konnten wir ihr deshalb erfüllen. Frau Ingeborg Fröhlich-Konrad hat sich im Alter liebevoll um sie gekümmert und die Bestattung organisiert. Aus Dank wurde im Rahmen der Beerdigung eine Spendenaktion für unsere Stiftung „St. Thomas“ durchgeführt.

Jetzt konnte Pfr. Gerhard Metzger ihr die Spendenurkunde verbunden mit einem Dank überreichen. Wer eine ähnliche Aktion durchführen möchte, kann sich gerne im Pfarramt melden und alle dazu nötigen Informationen erhalten.

Macht

„Gib einem Menschen Macht und du erkennst seinen wahren Charakter“. Ob dieses geläufige Sprichwort stimmt, hinterfragte Barbara Weider kritisch im Vitamin C-Gottesdienst im April. Machtbeziehungen gibt es überall, und sie gehören in unser soziales Gefüge. Das Machtstreben ist uns quasi in die Wiege gelegt. Aber wie gehen Menschen mit Macht um, welche Erfahrungen positiv wie negativ gibt es, was bedeutet eigentlich allmächtig? Das Thema bot viel interessanten Stoff zum Diskutieren und Nachdenken.

Am Ende des Abends konnte umgehend praktisch ausprobiert werden, dass Macht nicht nur auf Beziehungen zu beschränken ist. Das belegte die „mächtige“ Torte, die es am Ende des Gottesdienstes gab!

Die Osternacht

Immerhin, es lag kein Schnee wie vor genau 10 Jahren. Aber der Ostermorgen war kalt und weil Ostern dieses Jahr so früh war, noch stockfinster. 50 Gottesdienstbesucher hatten sich eingefunden, um sich mit dem Gottesdienst auf Ostern einzustimmen. Ein großes Team mit zwei Präparandinnen hatte ihn vorbereitet und half beim Ablauf mit. Schon der Kanon aus Taizé „Bleibet hier und wachet mit mir“, die Bitte Jesu an seine Jünger, versetzte die Teilnehmer in eine sehr emotionale Stimmung – das Warten auf den Morgen.
Hineingetragen in die völlig dunkle Kirche, erhellte die Osterkerze dann den Raum auf beachtliche Weise. Eine einzige Kerze kann in der Dunkelheit unglaublich viel Licht geben. Auf den Leuchter gestellt symbolisiert die Osterkerze den erhabenen Christus als Sieger über den Tod. Die weiße Farbe der Kerze steht für die Hoffnung und das neue Leben.

Nach der Tauferinnerung folgt in der Thomaskirche ein ganz besonderer Moment. Augenscheinlich verwandelt sich der triste, glanzlose Altar in einen geschmückten, hellen und freundlichen Gabentisch. Pfarrer Metzger wechselt vom schwarzen auf den weißen Talar. Spätestens dann ist bei jedem Gottesdienstbesucher die Botschaft angekommen, dass es „hell“ wird. Wie in Römer 6, 6 beschrieben ist, sind wir Teil der Leidensgeschichte Christi geworden, aber auch Teil der Auferstehung. Und damit beginnt eine neue Zeit.
Nach der Feier des Hl. Abendmahles zogen alle um die Thomaskirche und die Osterfahne wurde gehisst mit dem Lied: „Er ist Herr“.
Als  Erinnerung haben die Besucher von den beiden Präparandinnen eine Osterglocke, gespendet vom örtlichen Blumengeschäft, überreicht bekommen. Mit dem Zuspruch „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja“ durfte jeder in den beginnenden Ostermorgen gehen.

Eine verrückte Zeitreise nach Israel

Auch in diesem Jahr fand wieder eine Kinderfreizeit in Obertrubach statt. Diesmal machten sich 15 Kinder und 5 Betreuer auf, um eine verrückte Zeitreise nach Israel zu unternehmen. Mit Spielen, Tänze lernen und Basteleien versuchten wir den Kindern die israelitischen Feste Purimfest, Pessachfest und Laubhüttenfest, näher zu bringen. Sie erfuhren auch den Zusammenhang zu unserem christlichen Glauben. Besonders viel Spaß machte ihnen das Laubhüttenbauen im Wald. Beim Matzen backen stellten wir fest, dass diese viel besser schmecken als die gekauften. Aber auch eine Fackelwanderung und freie Zeit für die Kinder kam nicht zu kurz.

Zum Abschluss stand dann, mit den Eltern zusammen, ein Besuch in der Synagoge im Ermreuth auf dem Programm. Hier bekamen wir noch einmal viele Informationen über die Symbole und Riten im jüdischen Glauben. Die Kinder durften dann auch den Thoraschrein aufschließen und Kippas ausprobieren.

Die ganze Nacht hindurch auf Ostern warten

Obwohl die Osterwache einen klassischen Charakter hat, bleibt und ist sie immer noch beliebt bei den Jugendlichen. in upgedateter Form haben wir gemeinsam die Osterwache genial erlebt. Unser Ansatz dieses Jahr: Jede Stunde bis zur Osternacht wurde eine Station der Passionsgeschichte in vorbereiteten Szenen, an verschiedenen Orten auf dem Kirchengelände aufgegriffen. Vertiefende kurze Denkanstöße schafften es, das Ostergeschehen auf unseren Alltag zu beziehen und einen ins Nachdenken kommen zu lassen.

Zwischen den Kolloquien gab es genügend Zeit für ausgelassene Gespräche in der extra für die Osterwache erstellten Chil-Ecke. Aber auch für diejenigen, die mehr Action wollten, gab es ausgiebige Gemeinschaftsspiele, einen Nachspaziergang oder man konnte sich beim Gemeinschaftskochen einbringen. Den Mitternachtssnack ließ sich allerdings keiner von uns entgehen.

 

 

Alles in allem war es eine Nacht mit viel Musik und Begegnungen, deren krönender Abschluss der gemeinsame Besuch des Osternachtsgottesdienstes um 5.30 Uhr war.

Pfarrer Gerhard Metzger feiert seinen 60. Geburtstag

Fotos: Thomas Geiger

Es war ein Kommen und Gehen am 29. März 2018. Gemeindemitglieder und die verschiedenen Gruppen aus der Kirchengemeinde pilgerten zum Altensittenbacher Pfarrhaus und gratulierten Pfarrer Gerhard Metzger zum 60. Geburtstag.  Eigentlich ist unser Pfarrer jemand, der nicht viel Aufhebens um sich macht und sich immer sehr bescheiden gibt. Aber er hat sich doch sehr über die Glückwünsche und Geschenke gefreut. Über eine weitere Überraschung durfte er sich am darauffolgenden Samstag freuen, als der Posaunenchor ein auserlesenes Ständchen vor dem Pfarrhaus spielte. Der Kirchenvorstand nutzte dies als Gelegenheit und servierte für alle, die da waren und die, die spontan vom Kirchhof herüber kamen, ein Gläschen Sekt und Butterbrezen. So wurde aus dem kühlen Samstagmorgen ein herzerwärmendes Stelldichein mit weiteren Gratulanten.

Nachfolge und als Christ leben im Alltag

Mit dem Thema „Nachfolge und als Christ leben im Alltag“  beschäftigten sich die Jugendlichen bei einer Freizeit auf der Ededlweißhütte. Dazu gab es Gesprächsimpulse vom Beauftragten für Konfirmandenarbeit Alexander Krause und Barbara Wieder. Das Thema wurde in Einzelgruppen besprochen und als Höhepunkt des Wochenendes wurde das Ehepaar Dr. Mathias und Elena Kropf eingeladen.

Die Frau des ehemaligen Arztes einer Allgemeinpraxis in Reichenschwand ist gebürtige Kolumbianerin und erzählte eindrücklich mit ihrem Mann von Erfahrungen als Christen in diesem südamerikanischen Land, das in einer besonderen Lage liegt. Ganz oben an der Grenze zu Mittelamerika hat es eine Küste sowohl am Pazifik als auch an der Karibik und damit am Atlantik. Der Äquator geht mitten durch und es herrscht ein angenehmes Klima. Politisch herrschte 50 Jahre ein blutiger Bürgerkrieg, in dem auch Drogenkartelle beteiligt waren. Seit vielen Jahren versucht die christliche Organisation Columbia Para Cristo (CPC) mit dem Evangelium eine Befriedung zu erreichen. Das ist vor 2 Jahren gelungen und das Land ist auf dem Weg, Frieden zu erhalten. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat eben der Leiter von CPC, Martin Russel Stendal. Mit dem Glauben an Jesus Christus haben viele ehemalige Untergrundkämpfer ihre Waffen niedergelegt. Dr. Mathias und Elena Kropf zeigten das in eindrucksvollen Bildern, Videos und Worten. Das Vorführen eines einheimischen Tanzes durfte dabei nicht fehlen.

Die Jugendlichen feierten am Abend ein Agapemahl, so wie das die Christen in der Urgemeinde getan haben. Dabei wird die Feier des Hl. Abendmahles mit dem Abendessen verbunden und es entsteht eine besondere Tischgemeinschaft. Am Schluss schrieben die Jugendlichen auf einen Zettel eine Bitte an Gott um mehr Kraft und Standfestigkeit im eigenen Glauben zu erhalten. Diese Zettel wurden an einem Luftballon gebunden und „in den Himmel geschickt“.