Jugendfreizeit 2019

Eine beachtliche große Gruppe aus jungen Leuten verbrachte gemeinsam das erste Februarwochenende im herrlich verschneiten Grafenbuch.

Thematisch ging es rund um die Frage: Redet Gott noch heute?
Die Gruppe nutzte die guten räumlichen Möglichkeiten für große Gemeinschaftstreffen in Grafenbuch zum Themenaustausch und zum Spiel. Auch die regelmäßigen Kleingruppen boten eine gute Basis, um ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen. Die bilderbuchhaften Schneeverhältnisse spielten den Freizeitteilnehmern in die Hände! Die Chance wurde genutzt, um Teamfähigkeit, Kreativität und Ausdauer bei der Challenge „Iglu Bau“ zu erleben. Das Resultat war beeindruckend nicht nur vom Fun-Faktor, denn es kommt nicht oft im Leben vor, gemeinsam ein richtiges mannshohes Iglu zu bauen, das auch noch standhält!

Ein besonderes Highlight und Erlebnis war das erste gemeinsame Abendmahl und der Lobpreis am Sonntagmorgen.

Im Ergebnis positiv– auch ohne „4G“, Grafenbuch ist von der digitalen Welt abgeschnitten 😉,- erlebten nicht nur die Freizeitteilnehmer sondern auch die Mitarbeiter ein gewinnbringendes und abwechslungsreiches Wochenende mit Herausforderungen, Spaß, Gemeinschaft und Tiefgang.

Die biblische Botschaft gut sprechen

Einen sehr spannenden Abend mit wertvollen Impulsen erlebten insgesamt 12 liturgische Lektorinnen und Lektoren der beiden Kirchengemeinden Oberkrumbach und Altensittenbach bei einer Fortbildung mit Beate Thiessen. Die Referentin gab als ausgebildete Journalistin und Radiosprecherin beim Evangeliumsrundfunk (ERF) und beim bayrischen Rundfunk wertvolle Tipps, die biblische Botschaft in einem Gottesdienst so zu sprechen, dass Menschen gut zuhören und es aufnehmen können. Am Anfang ist die eigene Präsenz wichtig. Ich mache mir die Liebe Gottes bewusst, dass er mich gebraucht, wie ich bin. Es folgten einige Übungen zum Atmen und Stehen von Füße und Körper. Zur eigenen Vorbereitung ist wichtig, dass ich mir klar werde: Das Wort will in mich hinein und durch mich hindurch. Deshalb sollte der Bibelabschnitt vorher selbst gelesen und bedacht werden. Der Text muss nicht aus der Lutherübersetzung sein, oft eignen sich andere Übersetzungen wie z.B. „Die Gute Nachricht“ oder die BasisBibel vor allem bei den Epistellesungen. Wichtig sind der Referentin auch der Blickkontakt am Anfang und am Ende des Lesens sowie ein freundliches Lächeln im Gesicht. Beim Sprechen gab es Tipps wie z.B.: Sei in dem, was du liest! hör dir selber zu, während du liest! Lass es auf dich wirken, währen du liest! Lese mit innerer Vorstellungskraft! Oft wird viel zu schnhell und undeutlich gelesen. Es gilt das Motto: Langsamer lesen! Das Tempo herausnehmen! Die Zuhörer sollen Zeit haben „anzukommen“. Je länger und verschachtelter ein Text desto langsamer lesen. Bei der Dynamik soll auf die Lautstärke geachtet werden. Gewisse Modulationen sind hilfreich, aber Ruhe ist für Hörer angenehmer. Auch der Dialekt hat seinen Platz und ist besser als ein gekünsteltes Hochdeutsch. Bei Absätzen sind Atempausen wichtig, damit keine Hektik entsteht. Bei der Intonation sollte die Stimme bei Betonung und am Satzende gesenkt wer. In der Regel sollte nur ein Wort pro Satz oder Teilsatz betont werden. Nicht betont werden Fürwörter und Präpositionen, sondern Verben und Hauptwörter. Pausen haben grundsätzlich eine sehr große Wirkung, brauchen aber Mut. Bei meiner Rolle als Lektor/-in bin ich nicht Macher, sondern Zulasser und weiß über die Würde und Ehrfurcht vor dem Geheimnis Gottes. Gott gebraucht mich so, wie ich bin.

Nach diesem theoretischen Teil ging es über in praktische Übungen einzelner Teilnehmer. „Alte Hasen“ und „junge Frischlinge“ wagten sich an einen Episteltext aus dem zweiten Korintherbrief und an einen Evangeliumstext aus Matthäus. Dabei machten es alle schon sehr gut und bekamen Hilfestellungen durch die Referentin, der am Schluss sehr herzlich gedankt wurde für diesen äußerst gelungenen Abend.

Suche den Frieden und jage ihm nach

Die Jahreslosung aus Ps 34, 15 war das Thema beim ALBA-Familiengottesdienst im Januar 2019. Die Mitarbeiter/-innen hatten sich zu Beginn etwas sehr Kreatives überlegt. Auf einem großen Zettel hatten sie das Wort „Frieden“ in verschiedenen Sprachen versteckt. Die Gottesdienstteilnehmer mussten jetzt quer, der längs nach oder auch diagonal das Wort „Frieden“ erkennen. „Peace“ (englisch) oder „Shalom“ (hebräisch war noch realtiv leicht zu finden. Manche wussten auch, dass der Name „Irene“ Frieden bedeutete. Aber dann waren auch schwierigere fremde Namen für dieses so wichtige Wort kaum zu erkennen. Das ist ein Gleichnis dafür, dass „Friede“ auch schwer einzuhalten ist. In einem Anspiel wurde deutlich aufgezeigt, dass schon der Friede in der eigenen Familie schwer zu halten ist. Immer wieder gibt es Konflikte und Streitereien um Nichtigkeiten. Warum das so ist? Vielleicht deshalb, weil jeder Mensch oft sehr um sich selbst kreist und den anderen aus dem Blick verliert

Viktor Ambrusits gab dazu etliche biblische Impulse. Interessant ist auch, dass die Bibel davon spricht, dass der Friede „gesucht“ und „gejagt“ werden soll. Das hört sich kämpferisch und damit gar nicht friedlich an. Diese Verben meinen aber, dass der Frieden erstrebt werden muss. Menschen müssen sich anstrengen um ihn zu erreichen. Im Epheserbrief steht, dass Jesus unser Friede ist. Es geht also nicht einfach nur um „Nicht-Krieg“. Es geht darum, dass ich in meinem Leben weiß, wer mir Trost, Hoffnung, Ruhe und Gelassenheit gibt: Jesus Christus.

Neue Energie aus alten Christbäumen

Auch in diesem Jahr haben viele Haushalte in Altensittenbach ihre ausrangierten Christbäume den fleißigen Helfern unserer Kirchengemeinde übergeben. Neben Präparanden, Konfirmanden und Jugendlichen aus der Jugendarbeit, halfen uns fleißige Helfer vom Verein „Sittenbächer Kirwa“. Der Verein stellte viele Sammler beim Einholen der Bäume und leistete besonders große Hilfe durch die beiden Fahrer Stefan Sperber und Martin Volk. Ein weiteres Mitglied des Vereins, Michael Kalb hat sich um das Häckseln gekümmert. EIn große Teil des Erlöses fließt für die Partnerschaftsarbeit des Dekanates Hersbruck mit dem Dekanat Wantoat in Papua-Neuguinea zu. Insgesamt wurden 147 Christbäume gesammelt (Vorjahr: 146).

Der Weihnachtsstern

Diese Fragen zogen sich durch den gesamten Adventsnachmittag: Wie soll Jugendlichen das Geschehen von Weihnachten für ihre Lebenswelt begreifbar gemacht werden? Wie können sie das ihren Jugendlichen so erzählen, dass es ihrer Sprache und ihren Erfahrungen entspricht? In unserer Zeit ein gewichtiges Problem. Denn die Weihnachtsgeschichte muss nicht neu erfunden werden, aber das Übersetzen dieser Botschaft in eine „Jugendwelt“, die mit dem Smartphone aufwächst ist nicht einfach. Unser Jugendreferent, Viktor Amburusits hat es mit den Mitarbeiterinnen Ilka Kolb und Sarah Gründling und dem Musical „Der Weihnachtsstern“ versucht und ein überzeugendes Theater mit Kindern und Jugendlichen auf die Beine gestellt. Wie jedes Jahr gab es die intensivste Vorbereitung auf einer Freizeit im Jugendhaus Knappenberg. Dort wurden die eigenen Texte entworfen und eingeübt. Interessant war, dass neue geistliche Lieder vorgetragen wurden, die dann auch im Vitamin C-Teeniegottesdienst gesungen werden. So wurde eine Brück innerhalb der Kirchengemeinde geschlagen. Musikalisch wurde der Musicalchor von den beiden Söhnen des Jugendreferenten, Jonathan und Jannik unterstützt. Die Zuhörer lauschten den Texten in „jugendgemäßer“ Sprache und den teils in englischer Sprache vorgetragenen Liedern mit großer Aufmerksamkeit und spendeten danach einen großen Applaus.

Der Nachmittag im Landhotel „Grüner Baum“ in Kühnhofen wurde musikalisch bereichert durch den Posaunenchor und durch zwei Liedvorträge vom Seniorenkreis.

Die drei Gaben

Wieder trafen sich Gemeindemitglieder zur Waldweihnacht in der Fuchsau. Der Posaunenchor spielte weihnachtliche Lieder und begleitete die von allen gesungenen Weihnachtslieder. Die Hansgörglbuam sangen volkstümliche Weihnachtslieder. Wegen des regnerischen Wetters fand die gesamte Feier nicht im Wald, sondern direkt an der Gaststätte Fuchsau statt. Ein Dank geht an Wolfgang Rempt für die Organisation.

Pfr. Metzger las die Geschichte von den „Drei Gaben“. Nach den drei Weisen aus Babylon mit ihren Geschenken kamen drei unansehnliche Gesellen zum Christuskind und brachten ihre Geschenke mit: Ketten, Fesseln und Gotteszweifel. Damit ist der Weg dieses Kindes vorgezeichnet. Es wird ein Weg zum Kreuz werden, damit Menschen Vergebung der Sünden erfahren.

Der Adventskalender der besonderen Art!

Traditionell drehte sich im Dezember Vitamin C Gottesdienst alles um Weihnachten! Die Band versetzte die Jugendlichen mit ihrem eigens dafür geprobten Repertoire an bekannten Weihnachtsliedern schnell in adventliche Stimmung.

Obgleich zu Anfang die Predigt von Barbara Weider etwas außergewöhnlich mit dem Thema „Festplatten Defragmentierung“ begann, was so viel bedeutet wie die Sortierung der Festplatte bei Verlust der Rechnerleistung, steuerte sie passend mit der Frage „Reboot“ für’s eigene Leben geradewegs wieder auf Weihnachten zu.

Wie praktisch wäre es doch, so einen Prozess via Knopfdruck auch für unser Leben starten zu können. Oft werden gefühlt die verschiedenen Teile unseres Lebens in verschiedene Richtungen gezogen. Besonders an Weihnachten stellt sich der eine oder andere die Frage „lebe ich oder werde ich gelebt“? Das Weihnachtsfest kann helfen das Leben wieder zusammenzuführen und den Blick auf das Wertvolle im eigenen Leben zu richten. Als Sortierhilfe und Gedankenimpulse präsentierte Barbara Weider den „Adventskalender der besonderen Art!“ Mit Plätzchen und guten Gesprächen endete ausgelassen der gemütliche Adventsabend.

Euch ist heute der Heiland geboren

Eine sehr besinnliche Adventsfeier hatte der Seniorenkreis. Frau Ursula Wolfermann hatte sich wieder viele Gedanken dazu gemacht. Vier Mitarbeiterinnen lasen Gedanken zu den vier Adventskerzen, die je eine bestimmte Bedeutung haben. Danach gab es neben weihnachtlichen Liedern, Kaffee und Christstollen eine Sprechmotette zum Thema: „Euch ist heute der Heiland geboren“.

Dabei wurde die Weihnachtsgeschichte aus Sicht der Hirten von Bethlehem erzählt. Pfr. Gerhard Metzger las die Geschichte „Die Taube aus Ägypten“ von Rudolf Otto Wiemer. Josef ist mit Maria und dem Kind auf dem Weg nach Ägypten. Die Taube Gurru soll dem Königskind zu Ehren einen Palmzweig überreichen. Aber sie verliert ihn und der Knabe ergreift stattdessen einen Dornenranken. „Der Herr will beides haben. Begreifst du das nicht?“ anwortet der Esel und das gilt bis heute: Palmzweig und Dornen gehören bei Jesus zusammen.

Gott loben, das ist unser Amt

Mit dem Festgottesdienst am 1. Advent konnten wir unser Jubiläumsjahr anlässlich des 60jährigen Chorjubiläums des Posaunenchor Altensittenbach abrunden. Die Musik gehört schon immer zur Kirche und auch zur Adventszeit. Und der Posaunenchor ist wie das Salz in der Suppe, es schmeckt zwar auch ohne, aber nur mit ist es erst richtig gut. Zusammengepackt ergibt sich ein besonderer Gottesdienst mit besonderen Gästen.

Begrüßen durften wir Thomas Engelbrecht, Mitglied des Landesposaunenrats, von dem wir die Chorurkunde erhalten haben und der sogar noch spontan und ohne Probe im Chor mitspielte. Unsere Dekanatskantorin Frau Heidi Brettschneider, die den Gottesdienst auf eine wunderbare Weise auf der Orgel begleitet hat. Und Herrn Dekan Dr. Werner Thiessen der eine tolle und außergewöhnliche Festpredigt für uns hielt. Vielen herzlichen Dank für Ihr Mitwirken bei diesem besonderen Tag.

Auch unsere 5 Jungbläser, aktuell noch in der Ausbildung, konnten uns bei den Chorälen schon tatkräftig unterstützen. Mit Hanna und Colin Reuschel, Jannik Böheim, Andre Dobronz und Emma-Sophie Löhner haben wir wieder einmal „Nachschub“ für die nächsten 60 Jahre Posaunenchor bekommen. Die Mischung aus Jung und Alt (15-81 Jahre), die gemeinsame Liebe zur Musik, bei einer musikalischen Bandbreite von Bach über Gospel bis hin zur modernen Literatur sowie die Verbindung zur Kirche machen unseren Posaunenchor aus.

Zu einen solchen Anlass gilt es auch anderen DANKE zu sagen. Danke liebe Gemeindemitglieder für Ihr Kommen und Ihre Unterstützung zu den Festtagen des Posaunenchores in den letzten 60 Jahren. Danke an unseren Chorleiter Wolfgang Werthner sowie seinen Stellvertreter Thomas Werthner sowie unseren Obmännern Torsten Kellner und Werner Wild und natürlich an alle unsere Bläser. Danke für die unzähligen Stunden Ehrenamt, für den Dienst am Nächsten und zum Lobe Gottes.

Mit dem Leitvers zu unserem Jubiläumsjahr „Ich lobe meinen Gott von ganzen Herzen“ wünschen wir Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Weihnachtszeit und ein gesundes und glückliches 2019.

von Tanja Kliegel, Posaunenchor

Fotos: Thomas Geiger

Freundschaft mit Gott

Das wichtige Thema „Freundschaft mit Gott“ stand im Mittelpunkt des letzten ALBA-Familiengottesdienstes im Jahr 2018. Daniel Prütting gab dazu einige Impulse. Konkret als Freund Gottes werden im Alten ‚Testament Abraham und Mose bezeichnet. Im Neuen Testament sagt Jesus im Johannesevangelium zu seinen Jüngern „Ihr seid meine Freunde“. Das Verhältnis von Jesus zu seinen Jüngern ist nicht ein Verhältnis wie zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, nicht wie zwischen Lehrern zu Schülern und auch nicht wie zwischen Nachbarn. Im Glauben an Gott spricht mir Jesus seine Freundschaft zu. mit dieser Wertschätzung kann ich in der Beziehung zu Gott leben.

Diese Botschaft stand neben vielen Liedern und einem Anspiel für einen lebendigen Familiengottesdienst, der am 20. Januar 2019 im neuen Jahr Familien mit Kindern einlädt, gemeinsam Gottesdienst zu feiern.