Wenn Corona will, steht (in Bayern) fast alles still, Update 274 vom 14.12.2020

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Die Leuchtende

Ich sehe noch die Bilder vor mir. Ich war in der Hauptschule. Im Fernsehen wurden plötzlich Bilder aus Schweden gezeigt von Mädchen, die auf dem Kopf Kerzen trugen. Menschen feiern das Luciafest wurde mir gesagt. Erst später habe ich mich näher damit beschäftigt.

Der gestrige Tag, der 13. Dezember ist der Gedenktag der heiligen Lucia habe ich erfahren. Interessant für mich war auch, dass vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders der 13. Dezember in Schweden der kürzeste Tag des Jahres war. Nirgends wird das Brauchtum zu diesem Fest intensiver gefeiert als in Schweden. Interessant ist die Geschichte dieser Heiligen. Von ihr wird berichtet, dass sie um der freien Hände willen einen Kerzenkranz auf dem Kopf trug, wenn sie andere heimlich mit Lebensmitteln versorgte. Sie wurde zur christlichen Märtyrerin und starb der Überlieferung zufolge 304 n. Chr.an einem Dolchstoß in den Hals. Wie viele andere Christen war sie um 300 n. Chr. (sog. diokletianischen Verfolgung) standhaft in ihrem Glauben an Christus und musste ihr Leben mit etwa 20 Jahren lassen.

Die Bilder vom Brauchtum erinnern mich sehr an unser Weihnachtsfest. Der Name Lucia bedeutet ja auch „Die Leuchtende“. So feiern vor allem die nordeuropäischen Länder gewissermaßen schon neun Tage vor dem Hl. Abend das Weihnachtsfest mit viel Licht. Und das ist genaue das, was vermutlich viele von den Leser/-innen sich jetzt auch wünschen. Denn in diesem Jahr gibt es um das Weihnachtsfest nicht nur viel Licht, sondern leider auch sehr viel Schatten.

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