Wenn Corona will, steht (fast) alles still, Update 24 vom 08.04.2020

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Heute ist ein besonderer Tag. Nicht nur, weil heute Abend von 17.00 – 18.30 Uhr das vermutlich größte Gebetstreffen stattfindet, das je es in Deutschland gegeben hat. Heute ist ein besonderer Tag, weil die jüdische Gemeinde das Passahfest feiert. Sie gedenkt in einer besonderen Art und Weise der Rettung von der Knechtschaft aus Ägypten. Zum ersten Mal ist dieses besondere Fest in der Bibel direkt nach der Ankündigung der zehnten Plage in Ägypten erwähnt. Zwischen Ankündigung und Vollzug dieser letzten Plage sind die Worte der Einsetzung des Passahfestes in 2. Mose 12 zu lesen. Die Bibel ist also so gestaltet, dass diese Worte wie eine Art Verheißung für das noch ausstehende Wunder gesprochen werden. Noch ist die Rettung nicht sichtbar, aber das Volk sollte schon vorher den Sieg über die Knechtschaft und die nachfolgende Befreiung aus der Gefangenschaft feiern. Und zwar so, dass die Menschen erkennen, dass Gott, der HERR (Jahwe) am Werk ist und zu seinen Verheißungen steht. Das Passahfest wurde so zum Zeichen der Hoffnung auf ein zukünftiges Eingreifen Gottes. Gott, der HERR hatte viele Jahre vorher zu Mose am brennenden Dornbusch gesagt: „Geh hin und versammele die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: der HERR, der Gott, eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe mich euer angenommen und gesehen, was euch in Ägypten widerfahren ist und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägypten führen in das Land, darin Milch und Honig fließt“ (2. Mo 3, 16-17a). Es war ein langer Weg für Mose bis diese Verheißung in Erfüllung gegangen ist. Er musste viele Widerstände durchleben. Nicht nur gegenüber dem Pharao von Ägypten, sondern auch gegenüber den eigenen Leuten. Ihnen ging die Befreiung aus der Knechtschaft nicht schnell genug (Gehen Ihnen die Forderungen nach Lockerung der Ausgangssperre auch nicht schnell genug?). Die Israeliten hatten alle Hoffnungen auf Mose gesetzt. Aber nach den ersten Plagen wurde es nur noch schlimmer und aus Ärger hatte der Pharao die Maßnahmen gegenüber den Israeliten verschärft und Mose war in einer ganz schwierigen Situation. Sowohl vom Pharao als auch von seinen eigenen Leuten wurde er unter Druck gesetzt. Da half auch wenig, dass ab der vierten Plage nur noch die Leute von Ägypten betroffen waren. Das Volk Israel wollte möglichst schnell die Wende und damit die Freiheit aus der Knechtschaft. Aber Mose blieb ruhig und hat darauf vertraut, dass Gott handeln wird nach seiner Verheißung. Nach der zehnten Plage sollte es endlich so weit sein. Aber vorher versammeln sich die Israeliten und geben Gott mit diesem Passafest (= Fest der Verschonung) die Ehre. Und jedes Jahr gedenkt das Volk der Juden dieses Ereignisses. Ein Hinweis für uns in dieser schwierigen Situation: Auf Gott zu vertrauen mitten in der Krise. Verheißungen Gottes im eigenen Leben entdecken und sie in Erinnerung rufen. So bleibt Gott gegenwärtig im Hier und Jetzt.

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Bitte nicht vergessen: Heute wird zum Gebet für Deutschland eingeladen. Unterstützt wird die Veranstaltung neben vielen kirchlichen Würdeträgern u.a. auch von dem Sänger Peter Maffay und vom Fußballtrainer Heiko Herrlich. Die Schirmherrschaft hat der bayrische Ministerpräsident, Markus Söder.
Von 17.00 – 18.30 Uhr können Sie mitbeten unter www.deutschlandbetetgemeinsam.de oder im BibelTV.

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