Gott spannt leise seine Fäden – Gedanken zum Buch Ruth

Noch einmal beschäftigten sich die Teilnehmer/-innen von „Neugierig auf mehr-Geheimnis Bibel“ mit dem Buch Ruth im Alten Testament. In den Kapiteln zwei bis vier wird mit zarten Worten berichtet, wie sich Boas und Ruth mit Hilfe von Noomi näher kommen. Noomi inszeniert eine Liebesszene und ermuntert damit Boas, auf Ruth zuzugehen und „das Heft in die Hand zu nehmen“. Bevor es aber zur Hochzeit kommt, wird der andere Löser gefragt, ob er bereit ist, als Löser seinen Verpflichtungen nachzukommen. Der Löser war der Mann, der beim Tod seines Bruders die Witwe zu sich genommen hat und damit eine Versorgung sichergestellt war. Boas stand erst an zweiter Stelle, tritt dann als dieser Löser ein, weil der andere verzichtet hat. Boas kauft den Besitz von Noomi und heiratet Ruth. Beide bekommen den Obed als Sohn. Dieser wird der Vater von Isai, welcher der Vater vom späteren König David ist. Von David ausgehend führt die Linie direkt zu Josef, dem Mann von Maria in der Geburtsgeschichte von Jesus.

Die spannende Frage bleibt: Was wäre gewesen, wenn Ruth nicht mit Noomi nach Bethlehem gegangen wäre? Was wäre gewesen, wenn der erste Löser ein ja gesagt hätte? Was wäre passiert, wenn die Kuppelei von Noomi misslungen wäre? Fragen über Fragen, die sich der menschliche Verstand stellt. Die Geschichte zeigt, dass neben dem Geschehen in der sichtbaren Welt, Gott parallel seine Fäden in der unsichtbaren Welt zieht und die menschlichen Fragen völlig in den Hintergrund treten. Die geheime Botschaft dieser Geschichte ist besonders im dritten Kapitel, Vers 18 ausgedrückt: „Warte nun ab…wo es hinaus will….„. So handelt Gott noch bis heute. Erst im Rückblick sehe ich, warum Gott so und nicht anders handelt.

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