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Altensittenbach bietet Baumbestattung

© Thomas Geiger

© Thomas Geiger

Die Zeiten ändern sich, die Form von Bestattungen auch. Zusätzlich zur klassischen Bestattung in einer Grabstelle, die später von den Angehörigen bepflanzt wird, entstanden in den letzten Jahren Urnengräber und –wände. Dem neuesten Trend folgt jetzt auch die Kirchengemeinde und bietet auf dem kirchlichen Friedhof die Möglichkeit einer Baumbestattung an. Viele Menschen wünschen sich inzwischen auf einem naturbelassenen Stück Erde ihre letzte Ruhe zu finden. Oder es sind die Angehörigen, die die Arbeit der Pflege eines Familiengrabes scheuen. Bepflanzen und gießen erfordert ständige Präsenz, die heute nur noch wenige leisten wollen und können.

Die Kirchengemeinde reagierte daher, wie viele andere Kommunen und Kirchengemeinden, mit der Möglichkeit sich unter einem Baum bestatten zu lassen. „Für viele ist es tröstlich zu wissen, dass bei dieser Bestattungsform der Mensch ganz in Erde übergeht,“ meint Pfarrer Gerhard Metzger. Selbst die Urne ist aus einem Material, von dem nichts übrig bleibt. Insgesamt wurden fünf Bäume aufgestellt unter denen in Zukunft Bestattungen möglich sind. Dazu hat die Kirchengemeinde ca. 10.000 Euro in die Hand genommen und ein harmonisch sich in den Friedhof einfügendes Feld erschlossen. An drei Stelen können die Hinterbliebenen eine Tafel mit dem Namen des Verstorbenen anbringen. Allerdings dürfen auch hier –wie auf dem Johannesfriedhof- keine Blumen, Kerzen oder Gestecke an den Stelen oder im Rasen abgestellt werden. Das ist dem Charakter der Baumbestattung geschuldet. Angehörige sollten sich daher genau überlegen, ob für sie ein Friedhofsbesuch ohne ein sichtbares Zeichen in Form von Grabschmuck möglich ist.
Um lange verweilen zu können hat der Kirchenvorstand und der Bauausschuss der Kirchengemeinde beschlossen, vier weitere Ruhebänke aufzustellen.

Das Baumbestattungsfeld wird am Ewigkeitssonntag, den 25. November nach dem Gottesdienst eingeweiht.

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Friedhof

Neuer Prädikant

Wem ist das nicht auch schon passiert? Er geht in ein Kaufhaus mit einem ganz bestimmten Kaufwunsch. Aber wenn er dann an der Kasse in den kaufwagen schaut, dann findet sich da etwas ganz anderes und vor allem mehr, als er sich das vorgestellt hat. Um dieses Thema ging es beim Berufungsgottesdienst von Alexander Krause zum Prädikanten.

An einem ganz einfachen und alltäglichen Beispiel lässt sich zeigen, dass Paulus scheinbar schon vor 2000 Jahren die menschlichen Schwächen „Das Gute, das ich will, das tue ich nicht; das Böse, das ich nicht will, das tue ich“. Dieser ‚Vers aus dem siebten Kapitel des Römerbriefes unterstreicht, dass der menschliche Wille oft dem tatsächlichen Handeln entgegensteht.

Dekan Dr. Werner Thiessen zeigte in einer sehr lebendigen und anschaulichen Predigt die Folgen dieser menschlichen Unabwägbarkeiten auf. Was kann ein Christ dagegen machen? Im nächsten Kapitel des Römerbriefes wird deutlich: Christen können sich auf das Wirken des Heiligen Geistes verlassen. Er ist ein Geist der Kindschaft. Er zeigt, dass Christen im Glauben an Jesus Kinder Gottes sind. Und damit werden wir frei gesprochen von allen Anklagen und können davon leben, dass Gott vergibt und neue Kraft im Leben schenkt.

Foto: Thomas Geiger

Anlass für diese Worte war die Beauftragung von Alexander Krause zum Prädikanten der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern im Gottesdienst in der Thomaskirche in Altensittenbach. Mit dieser Beauftragung ist der Prädikant berechtigt, Wortverkündigung und Abendmahlsverwaltung innerhalb der evangelischen Kirche auszuüben. Sein Dienst beschränkt sich nicht nur auf die Heimatkirche, sondern er kann im gesamten Dekanat und darüber hinaus diese Beauftragung wahrnehmen. Alexander Krause hat sich in den letzten Jahren durch Fortbildungen und praktische Einsätze dafür qualifiziert. Bei der Beauftragung selbst waren als Assistenten bei der Segnung auch Pfarrer Gerhard Metzger, Frank Hildebrandt und Barbara Wieder tätig. Der Beauftragte selbst hielt die Liturgie bei der Abendmahlsfeier.

Kirchenvorstandswahl

Altensittenbach hat gewählt. Der Vertrauensausschuss bedankt sich bei allen Wählern, die mit ihrer Wahl den Kirchenvorstand für die nächsten sechs Jahre bestimmt haben. Bei der „Wahlparty“ wurden die Ergebnisse bekannt gegeben.

In den Kirchenvorstand wurden für die kommende Periode gewählt:
– Ingrid Schwarz
– Peter Uschalt
– Thomas Geiger
– Wolfgang Werthner
– Martin Wolfermann
– Andrea Glockner

Zwei weitere Bewerber wurden durch Berufung zusätzlich in den Kirchenvorstand gewählt:
– Marion Raab
– Dr. Matthias Weider

 

Konzert mit Tulus Sitindaon

Ein beeindruckendes Konzert von Tulus Sitindaon gab es in der Thomaskirche Altensittenbach. Tulus Sitindaon ist indonesischer Christ aus der Volksgruppe Batak, Samosir Insel in Nord Sumatra. Alle seine Lieder sind selbst von ihm gedichtet und komponiert. Sie erzählen aus dem reichen Spektrum seines Lebens. Er nimmt die Zuhörer mit, wie er als Kid und Jugendlicher zwar häufig als katholischer Christ in die Kirche gegangen ist, aber nicht wirklich die Vaterliebe Gottes spüren konnte. Mit 16 Jahren hat er seinen Vater verloren und durch dieses Geschehen kam es zu intensiven Gesprächen mit einem Onkel. Er erzählte ihm, wie wichtig es ist, im Leben diese besondere Liebe von Gott zu spüren und zu wissen, welches Ziel Gott für ihn gesetzt hat. Er machte sich auf den Weg zu Gott hin und erlebte diese besondere Liebe zu Gott. In seinen Liedern singt er vom wichtigsten Punkt im Glauben: sich vergeben zu lassen um anderen vergeben zu können. So wurde bei ihm die Angst immer weniger durch die Liebe von Jesus zu ihm. Gott schenkt seine besondere Liebe allen, die an ihn glauben. In Batak hat er von dieser großen Gnade Gottes gesungen: „Ich danke dir für deine große Gnade. Ich gebe mein Leben für Dich“‚.

Tulus Sitindaon spricht von dem besonderen inneren Garten, den Gott in ihm berührt hat. Er erreicht unsere herzen und ich habe eine Gewissheit, dass ich zu ihm kommen kann. Er erzählt in einem Lied von einem Erlebnis auf dem Balkon in seiner Wohnung. Die Sonne hat auf ihn geschienen. In diesem Sonnenbad spürt er, wie Gott seinen Körper und sein Herz erwärmt. er erzählt, wie schwer es ihm fiel, sich auf die deutsche Kultur einzustellen und wie das für ihn auch in seiner Ehe eine Herausforderung war. Geholfen hat ihn ein Lied, das davon spricht, dass Ehe übersetzt werden kann mit Eins Herr Ehe. Liebe ist ein lebenslanger Prozess.

Ein besonderer Höhepunkt war das Lied zum Vaterunser, das er mit seinem 5-jährigen Sohn Philip gesungen hat. Wie beim Vater ist bei ihm diese besonders ausdrucksstarke Stimme zu erkennen. Die Zuhörer dankten dem Liedermacher mit langen Applaus und so gab es noch eine Zugabe.

Zu Dir

Urteile, Meinungen über andere Menschen und deren Handlungen sind mehr oder weniger schnell getroffen. Die Rollen „‚Gut“ und ‚“Böse“ werden regelmäßig verteilt und wechseln spontan, wenn sich Blickwinkel verändern.

So auch im Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner (Lk 18, 9 – 14). Spannend dem nachzugehen und zu hinterfragen: Wie fühlt sich der zum „Bösen“ erklärt wurde? Aber vor allem: Wie  sieht es in dem aus, der sich auf der Seite der „Guten“ sieht? Damit begann Barbara Wieder den Impuls am ersten Vitamin C-Teeniegottesdienst nach der langen Sommerpause. Natürlich kam auch wieder die Musik nicht zu kurz. Zusammen mit zwei witzigen Warm-Up-Spielen machte sie den Gottesdienst für die Jugendlichen zu einer wertvollen gemeinsamen Zeit.

In das Fränkische Apothekergärtlein

Das hat wohl alle Mitfahrerinnen und Mitfahrer überrascht. Schwebheim in Unterfranken ganz in der Nähe von Schweinfurt wird das „Fränkische Apothekergärtlein“ genannt. Auf vielen Feldern mit großer Fläche werden bis zu 75 verschiedene Kräuter angebaut, die über Läden und Apotheken verkauft werden. Die meisten Felder werden biologisch betrieben. Kräuter aus Schwebheim garantieren somit absolut gute Ware. Das erfuhren die Mitfahrerinnen und Mitfahrer des Seniorenskreises der Evang.-Luth. Thomaskirche beim diesjährigen Herbstausflug. Dabei wurden sie auf Bänken auf einem Wagen verladen, der von einem alten Fendt-Bulldogg gezogen wurde.

 

Der Fahrer war der frühere Bürgermeister des Dorfes, Helmut Fischer. Unterwegs wurde angehalten und er gab wichtige ‚Informationen zum Anbau der Kräuter weiter. In Schwebheim werden z.B. die Rohwaren für Echinacea hergestellt.

Der frühere Lehrer, Hans Birkle, gab einen Einblick in das frühere Leben im Dorf. EIn Heimatverein hat sich 1992 gebildet und liebevoll alte Werkzeuge und Landwirtschaftsgeräte gesammelt und renoviert. So entstand ein Museum, das mit seiner Größe und seiner großen Sammlung beeindruckt. Ein altes Schulzimmer, Puppenhäuser, Schmiedwerkzeuge – das sind nur wenige Objekte aus dieser Sammlung.

Schwebheim hat ein altes Schloss und damit eine wechselvolle Geschichte gehabt. Mehrmals wechselte das Dorf den Besitzer. Geprägt wurde es durch die Herrn von Bibra. Heinrich v. Bibra führte die Reformation ein. Als wichtigster Bürger gilt Johann Ernst Freiherr v. Bibra (1662 – 1705). Er brachte es bei seiner militärischen Laufbahn bis zum Reichsgeneralfeldmarschallleutnant.

Mitten im Dorf ist die evangelische Auferstehungskirche. zu erkennen. Genau genommen sind es zwei. Denn die alte Dorfkirche von 1576 wurde 1956/57 einfach erweitert nach Plänen des bekannten Architekten Olaf Gulbransson. Zur Finanzierung wurden damals auch bekannte Politiker angeschrieben. So findet sich auch heute noch in der Kirche eine Bibel mit persönlichen Eintrag des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuß. Er schenkte sie der Kirchengemeinde zur Einweihung am Ostermontag 1957.

Anlass der gesamten Fahrt war der Wunsch, den früheren Pfarrer von Kirchensittenbach, Johannes Ziegler an der neuen Pfarrstelle zu besuchen. Gemeinsam mit seiner Frau Esther gab es ein fröhliches Wiedersehen und gute persönliche Gespräche. Beide berichteten davon, dass sie sich sehr gut eingelebt haben und die ‚Arbeit am neuen Wirkungsort schätzen. Mit guten Wünschen für alle trat die Reisegruppe die Heimreise an bei herrlichen spätsommerlichen Wetter.

„Jetzt red i“ am Erntedankfest

„Jetzt red i“ am Erntedankfest

Nach 11 Jahren hat der Kirchenvorstand wieder einmal zu einer Gemeindeversammlung eingeladen. Insgesamt waren 24 Gemeindemitglieder gekommen. Es gab eine engagierte Diskussion und verschiedene Themen wurden angesprochen. Pfr. Gerhard Metzger gab zunächst einen Rückblick auf seine bisherige 22-jährige Tätigkeit, die am Erntedankfest 1996 in der Thomaskirche begann. Er stellt das Treffen unter das biblische Wort aus Hebr. 12, 1 – 2: „Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns umstrickt. Lass uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens“. Bei seinem Vortrag ging er auf das Bleibende und auf die Veränderung in der Thomaskirche während der Zeit seines Wirkens ein. Danach erläuterte der erste Vorsitzende des beschließenden Bauausschusses, Peter Uschalt, die zurzeit anstehenden drei Baumaßnahmen. Im Gelände der Baumbestattung werden noch vier Bänke aufgestellt. Bei der Renovierung der Kirchhofmauer gibt es demnächst ein grundlegendes Treffen mit allen Beteiligten für Genehmigung und Finanzierung. Im kommenden Jahr sollen die Vasa Sacra für Abendmahl und Taufe in der Kirche sichtbar gemacht werden. Bis vor 15 Jahren hatte die Kirchengemeinde den ältesten noch benutzten Kelch in der bayrischen Landeskirche verwendet. Seitdem steht er im Tresor.

Nach diesen beiden Kurzberichten gab es einen intensiven Austausch mit Anregungen und Anträgen an den Kirchenvorstand. Dabei wurde immer wieder das Stichwort „Raum finden für Kommunikation“ genannt. So soll es eine Initiative für die Wiedereinführung beim Kirchenkaffee geben. Ein junges Gemeindemitglied fragte nach, ob der Dachboden im Jugendhaus benutzt werden könnte. Die Frage des Blumenschmuckes bei der Baumbestattung wurde erörtert. Ausführlich wurde danach gefragt, ob und wie das Gemeindehaus mittelfristig umgebaut bzw. renoviert werden kann um damit auch eine neue Küche zu erhalten. Überlegungen zu einem Gemeindefest 2019 wurden genannt. Im Vorfeld wurde von einem Gemeindemitglied ein Brief an den Kirchenvorstand zum Thema Gottesdienst am Sonntag früh und liturgische Gestaltung geschrieben. Darüber wurde engagiert debattiert. Die Gemeindemitglieder waren sich im Großen und Ganzen darin einig, dass die Liturgie ein Kennzeichen des lutherischen Gottesdienstes ist, aber nicht jeden Sonntag sein muss. In Altensittenbach werden ca. 60 % der Gottesdienste nach Agenda I gestaltet. Bei den restlichen Gottesdiensten gibt es verschiedene Variationen, die gut angenommen werden und deshalb auch bleiben sollen. Auch ältere Choräle und neuere geistliche Lieder, die sich vor allem in der sog. Blauen Mappe finden, sollen sich gegenseitig ergänzen. Ein Problem bleibt: Es fehlen Sängerinnen und Sänger für den liturgischen Chor. Wer gerne mitsingen möchte, kann sich im Pfarramt melden.

Bring deine Angst zu Jesus

Mit dem Thema „Angst“ hat sich nach den Ferien der ALBA-Familiengottesdienst befasst. Er war mit insgesamt 45 Besuchern wieder einmal sehr gut besucht. In einem humorvollen Anspiel von Jugendlichen wurde deutlich, dass viele Ängste unbegründet sind. Auf der anderen Seite hilft uns die Angst, Gefahren zu erkennen.

Daniel Prütting führte mit biblischen Beispielen aus, dass auch die Jünger von Jesus Angst hatten. Aber sie waren nie von Jesus alleine gelassen. Er hat gesagt: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“.

Reise nach Norwegen

Insgesamt 39 Personen starteten zur Norwegen-Studienfahrt der Evang.-Kirchengemeinde Altensittenbach mit „Reisen in christlicher Atmosphäre“. Das bedeutet vor allem, dass es geistliche und biblische Impulse in Form von Andachten und Videos gab sowie Wert gelegt wurde auf eine gute Gemeinschaft untereinander. Neben insgesamt 15 Teilnehmern im Umfeld der beiden Kirchengemeinden Altensittenbach/Oberkrumbach nahmen Mitfahrer aus allen Teilen Bayerns und darüber hinaus teil. Es herrschte eine frohe Atmosphäre, die mit einer Busfahrt nach Kiel begann. In der ersten Nacht wurde in einer Fähre übernachtet, die alle nach Göteborg brachte. Danach ging es entlang der Bästküsten in Norwegens grüne Metropole Oslo.

Die Stadtführung durch die Hauptstadt mit den 680.000 Einwohnern hatte als Höhepunkt die Besichtigung des Bakkens am Holmenkollen, der als die älteste Sprungschanze der Welt gilt. Am nächsten Tag ging es nach Lofthus über das sonnige Hallingdal zum beeindruckenden Voringfoss.

Dieser Wasserfall besticht durch ein wunderbares Farbenspiel. Das Wasser selbst fällt in 183 m Höhe. In Lofthus wurde im berühmten Hotel Ullensvang übernachtet. Dort lebte viele Jahre lang der berühmte norwegische Musiker und Komponist Edvard Grieg. Heute hat dieses Hotel mit 88 m den größten Schwimmkanal eines europäischen Hotels.

Von dort wurde eine Reise in die zweitgrößte Stadt Norwegens unternommen: Bergen. Sie hat 280.000 Einwohner und ist bekannt als Standort der Hurtigruten.  Die Stadt auf den sieben Bergen zeigt ihre Pracht vor allem mit dem Hafenviertel Bryggen mit seinen malerischen Häusern. Bei der Fahrt durch einen Fjordtunnel gab es eine Überraschung: Mitten im Tunnel ist ein Kreisverkehr eingebaut!!

Am anderen Tag konnten die Reiseteilnehmer die Fahrt nach Flam genießen. Dieser Ort im Aurlandsfjord ist der Startpunkt der berühmten Flamsbahn. Diese Eisenbahn führt über 20 km bei einer Steigung von bis zu 55 % an seinen Zielort. Sie ist damit die steilste Bahnlinie von Europa. Am Start der Bahn stand ein riesiges Kreuzfahrtschiff mit weit mehr als 1000 Gästen und das mitten in der engen Fjordbegrenzung!!!

Auf der Rückfahrt nach Oslo wurde der Weg durch die Telemark gewählt. Hier wuchs der wohl bekannteste norwegische Dichter, Henrik Ibsen, auf. Sondre Norheim prägte dort die Begriffe Ski, Slalom und Telemark. Noch heute ist dieser Name durch diesen eigenwilligen Skistil und durch die geforderte Landung beim Skispringen bekannt. Es ging vorbei an der größten Säulenstabkirche Norwegens bei Heddal.

Zurück in Oslo bestaunten die Fahrer den Vigeland-Skulpturenpark mit der berühmten Skulptur „Der Trotzkopf“. Danach konnten alle durch die königlichen Gärten am Königsschloss gehen und sich auf die Fähre konzentrieren.

Nach einer Schiffsreise von insgesamt 20 Stunden startete der Bus von Kiel nach Hause zurück. Mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken kamen alle wohlbehalten im Fränkischen an.

Kirchweihgottesdienst als Open Air

Was war das für ein Sommer? viele heiße und trockene Tage gab es. #Dürre war überall zu sehen. Dennoch gab es ein paar Veranstaltungen im Umkreis, die verregnet waren. Die Kirchweih der Thomaskirche hat es aber nicht getroffen. So konnten wir bei herrlichem Wetter im Freien diesen Festgottesdienst feiern. Ich habe mich wieder sehr darüber gefreut, dass die Kirchweihpaare gekommen waren und einige Kirchweihmadla sich beim Fürbittgebet beteiligt haben.

Ein Dank geht an den Posaunenchor, der die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes übernahm. Ich habe der Gottesdienstgemeinde ganz am Anfang den alten Abendmahlskelch gezeigt, der bis vor 15 Jahren der älteste in der bayr. Landeskirche gebrauchte Kelch war. Er stammt aus dem 12./13. Jahrhundert. 2003 wurde er renoviert und soll jetzt den Gemeindemitgliedern sichtbar gemacht werden. Damals wurde mit Unterstützung der Dorfgemeinschaft aus dem Erlös des Dorffestes ein neuer Kelch angeschafft.

Um ein Fest ging es auch in der Predigt aus 1. Mose 24. Und wie bei einer Kirchweih hatte dieses Fest eine lange Vorbereitung gebraucht. Der Knecht von Abraham, Elieser, soll für den Sohn Isaak aus der Heimat eine Braut suchen und finden. Interessant ist sein Leitspruch für die passende Auswahl: „Der Herr soll Gnade zur Reise geben“. Elieser legt alles in die Hände Gottes und vertraut fest darauf, dass Gott ihm die Richtige zeigen wird. Das war grundsätzlich keine leichte Aufgabe, weil Isaak schon 40 Jahre alt war (1. Mo 25,20). Gott zeigt ihm die Rebekka und sie verlässt ihr bisheriges Leben um Isaak zu heiraten. Diese Geschichte ist ein Beispiel für Christen, auf ihrem Lebensweg immer wieder die Wege Gottes zu suchen und zu erkennen.

Gerhard Metzger, Pfarrer