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Ein Gebet für den Frieden

Schweigen…..
Das war es, was Wolodymyr Selnskyj, Präsident der Ukraine, erfahren hat, als er mit Putin reden wollte.

Schweigen….
Deshalb hat er sich in einer der bewegendsten und verzweifeltsten Reden dieser Zeit an das russische Volk gewandt.

„Euch wird gesagt, dass wir die russische Kultur hassen. Aber wie kann eine Kultur gehasst werden? Jede Kultur? Nachbarn bereichern sich kulturell immer gegenseitig. Doch das macht sie nicht zu einer Einheit und trennt die Menschen nicht in „uns“ und „jene“. Ihr wisst, was wir am meisten brauchen. Schaut in euch hinein, hört auf die Stimme der Vernunft, des gesunden Menschenverstandes. Hört unsere Stimmen. Die Menschen in der Ukraine wollen Frieden. Wir wollen keinen Krieg, keinen kalten, keinen heißen und keinen hybriden (zur Erklärung: wenn man ein Volk neben Militäreinsätzen auch mit Propaganda im Netz, Computerangriffen oder wirtschaftlichem Druck angreift).
Egal wie sehr sie versuchen, euch vom Gegenteil zu überzeugen. Die Wahrheit ist, dass es aufhören muss, bevor es zu spät ist. Und wenn die russischen Behörden um des Friedens willen nicht mit uns sprechen wollen, werden sie vielleicht mit euch sprechen.“

Wenn Schweigen herrscht, wo Reden notwendig ist, wenn Krieg herrscht, wo Menschen in Frieden leben wollen, dann fehlt die Liebe untereinander.

Unser Gebet für den Frieden:
Jesus, du bist für uns einen Weg des Leidens gegangen, der Liebe wegen, für uns alle. Manchmal tut Liebe weh und manchmal ist ein Weg schwer, wo es auch einen leichteren geben würde.
Lass und die Augen nicht verschließen vor einem Krieg in Europa, der noch weit weg ist und doch so nah.
Lass diese Welt zusammenstehen in deiner Nachfolge und Friedensstifter sein. Wir wollen nicht mit den gleichen Waffen zurückschlagen, wir wollen nicht unsere Söhne in einen Krieg schicken müssen.
Lass uns die Mittel nutzen, die uns zur Verfügung stehen und rüttle dein Volk auf in Einheit zusammenzustehen, dass das, was vor 75 Jahren geschehen ist sich nicht wiederholt.

Sei du bei den Menschen in der Ukraine und in Russland. Lass sie sich erinnern an die unsägliche Geschichte des Zweiten Weltkriegs, lass sie in ihren Herzen suchen nach der Liebe und Einigkeit mit den Nachbarn.
Lass sie suchen nach der Wahrheit und decke Lügen auf.
Lass sie erkennen, dass verletzter Stolz und Propaganda eine für alle brandgefährliche Mischung ist.
Lass uns eins sein mit den Menschen, die jetzt in der Ukraine plötzlich im Krieg leben. Lass uns solidarisch sein und nicht nur auf unseren eigenen Vorteil schauen.

Lass uns diese Welt verändern indem wir auf dich schauen, kluge Entscheidungen treffen, handeln und in deine Nachfolge eintreten.

Lass uns Frieden stiften… und nicht schweigen.
Amen


Paulus beginnt die Heidenmission

Die Teilnehmer von „Neugierig auf mehr – Geheimnis Bibel“ beschäftigen sich mit der Apostelgeschichte. Beim letzten Treffen besprachen sie das sog. „Apostelkonzil“ im 15. Kapitel und den Beginn der zweiten Missionsreise des Paulus, das ihn und seine Begleiter nach Europa geführt hat. Die Leitung der Urgemeinde in Jerusalem gab Paulus die Erlaubnis, das Wort Gottes und das Evangelium von Jesus in die damalig bekannte Welt zu tragen. Dabei konnten und sollten die neuen Gemeinden eigene Strukturen und Inhalte für das Leben mit Jesus und in ihren Gemeinden entwickeln dürfen. Paulus bestätigt im zweiten Kapitel des Galaterbriefes, dass es keine Auflagen bei der Verkündigung geben sollte.

Der Hl. Geist selbst zeigte ihnen den Weg nach Griechenland und sie erlebten besondere Heilsereignisse und Bekehrungen. Die Purpurkrämerin Lydia wird zur ersten Frau, die durch Paulus für Jesus gewonnen wurde. Bald darauf folgte der Gefängniswärter. So bildete sich in der Küstenstadt Philippi bald eine starke Gemeinde, die auch später immer wieder an Paulus dachte und ihn im Gefängnis in Ephesus besuchte. Diese starke Verbundenheit wird durch das Lesen des Philipperbriefes sehr deutlich.

Berufspraktikanten im Pfarramt

Zum ersten Mal in unserem Pfarramt haben zwei Schüler ihr Berufspraktikum absolviert. Ewart Bowen und Constantin Kolb erlebten dabei eine Woche lang verschiedene Tätigkeiten und waren bei allen Gruppen und Gesprächen dabei.

Constantin und Ewart bei der Besprechung für die Konfirmandengruppe.

Dazu gehörten z.B. Traugespräche, Beerdigungsgespräche vor und nach eine Beerdigung, Taufgespräche und Besuche zu verschiedenen Gelegenheiten. Auch die Arbeit eines Gemeindehelfers lernten sie kennen. Konfirmandengruppe, Präparandengruppe, Jugendfreizeit, Aussegnungsfeier bei Verstorbenen und zwei Beerdigungen fielen in diese Zeit. Bei den Gottesdiensten konnten sie von der Mesnerin zu kleiner Mitarbeit angeleitet werden.

Constantin an der Liedertafel.

Im Pfarramt gab es Tätigkeiten wie Briefe sortieren, Briefmarken aufkleben, Rechtssammlung einordnen und das Zuhören bei der Kommunikation von Pfarrer und Sekretärin sowie bei Besuchen im Pfarramt.

Ewart beim Einsortieren des Blätter für die Rechtssammlung.

Beim Gottesdienst konnten sie sich beteiligen, z.B. beim Fürbittgebet.

Ewart an Lesepult der Margaretenkirche in Oberkrumbach.

Es hat ihnen Spaß gemacht. Sie stellten aber auch fest, dass Gespräche auch in Zeiten der digitalen Medien einen breiten Raum bei der Tätigkeit eines Pfarrers einnehmen und das Zuhören richtig anstrengend sein kann. Da war das Mithelfen beim Ausschneiden der Bäume im Garten (fast) wie eine Erholung.

Constantin hilft mit beim Bäume ausschneiden

Jugendfreizeit in Grafenbuch

Jetzt geht es los – Packlisten-Check, Auto beladen und ab geht’s nach Grafenbuch!

Das war ein richtig gutes Gefühl, mit voll beladenem Auto und gut gelaunten Mitfahrern auf unsere Freizeit mit den Konfis und den älteren Jugendlichen zu fahren – endlich wieder! Nach Grafenbuch – ein Ort mit vielen, vielen positiven Erinnerungen, Begegnungen und Eindrücken. Und trotz der mittlerweile gewohnten wichtigen Sicherheitsmaßnahmen wie Maske, Abstand etc. wurden wir nicht enttäuscht, sondern konnten so richtig durchstarten und einfach nur das Gemeinschaftserlebnis, die Musik, die Gespräche, den Spaß und die Atmosphäre genießen. Das ist etwas, was man aus der Corona Zeit gelernt hat: Möglichkeiten nutzen, wenn sie sich einem bieten, kreativ und ideenreich werden und sich nicht entmutigen lassen.

Unser Thema passte dazu sehr gut: „Spuren – Gott geht mit“.

Wir haben uns daher viele kreative Aktionen ausgedacht. Unter anderem eine Spurensuche im Wald mit dem Ziel, nach den großen auffälligen, aber auch kleinen, leisen Spuren zu forschen und sie zu fotografieren. Im Anschluss ging es um das Leben von Mose, das beeindruckende Spuren hinterlassen hatte und wir nachspüren und fragen konnten, wie Gott mit geht.

Der Wald stellte sich später noch einmal als eine echte Herausforderung heraus. Das Geländespiel erforderte ziemlich viel Orientierungssinn, Ausdauer, Teamgeist und eine hohe Toleranzschwelle. Daher wird wahrscheinlich dieses Erlebnis unvergesslich bleiben.

Sich nicht unterkriegen lassen – das Beste verantwortungsvoll herausholen – das motivierte uns. Wir verlegten unkonventionell unser Abendprogramm mit Feier des Abendmahles in den Garten. Das Bild, was sich uns nach der gemeinsamen Vorbereitung bot, war beeindruckend und sehr berührend.

Unter dem Abendmond säumten Lichterketten und Fackeln zusammen mit zwei Feuerkörben unsere Treffen im Garten und zauberten in diese weiße Winternacht hinein eine absolut besondere Atmosphäre und ein einmaliges Erlebnis. Den Abend ließen wir ausklingen mit Stockbrot und Marshmallows und gemeinsamen Spielen und Gesprächen.

Ja und das Ende – das bleibt offen – so wie die Zukunft eben ist. Was kommt, welchen Weg wir weiter gehen, das konnten wir eindrücklich auf der Kreuzung vor dem Freizeithaus fühlen. Viele Wege stehen unserem Leben offen. Das Leben ist vielseitig und individuell. Was aber fest steht: Egal welchen Weg wir gehen: Gott geht mit – treu, zuverlässlig und kraftvoll – wenn man das möchte. Mit diesem Angebot an uns alle endete diese schöne, besondere gemeinsame Zeit in Grafenbuch.

Barbara Weider

Einführung von Lektor Alwin Adelmann

Nach ein Pause von gut 25 Jahren als Lektor der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern, hat Alwin Adelman diesen ehrenamtlichen Dienst wieder aufgenommen. Im Gottesdienst in der Thomaskirche Altensittenbach wurde er neu in diesen Dienst eingesegnet.

Sichtlich erfreut nahm er den Segen Gottes dafür entgegen und predigte über die Geschichte vom „Hauptmann zu Kapernaum“ aus dem Evangelium des Matthäus. Als Hauptaussage stellte er das Vertrauen des römischen Hauptmannes in das Handeln von Jesus dar. Dieses Vertrauen hat dazu geführt, dass er in Jesus den Christus erkannt hat, der Heil und Heilung den Menschen schenkt. So können auch heute noch Menschen zu Jesus kommen und in ihm den Sohn Gottes erkennen. Das Vertrauen zu ihm kann wachsen auch und gerade in Situationen, wo Menschen keine Heilung in ihrem Leben erfahren.

Das Herz nähren

Am Beginn des neuen Jahres wurde in die Thomaskirche Altensittenbach zu einem weiteren Familiengottesdienst zum Thema: „Willkommen“ eingeladen.

Das Gottesdienstteam wollte vor allem aufzeigen, dass es wichtig ist, gerade in diesen schweren Coronazeiten sein Herz für andere Menschen und für Gott zu öffnen. Vor allem auch Kinder erleben die Coronaregeln mit Abstand und Maske als sehr bedrückend.

Viktor Ambrusits gab mit seinen Puppen sehr schöne Impulse. Ein Herz trat auf und Kinder versuchten, mit einer Spritze Freude und Fröhlichkeit dem Kevin „einzuflößen“.

So einfach aber geht das nicht. Die Familien haben Herzenswünsche auf kleine Herzen geschrieben, die dann auf einem Plakat zu einem Herz gelegt wurden. So wie auch Gott Freude, Fröhlichkeit und Beziehung schenken will, so hoffen jetzt viele Familien darauf, dass bald wieder mehr Begegnungen möglich sein werden.

Christbaumaktion

Auch in diesem Jahr wurde die Christbaumaktion durchgeführt. Wir hatten wieder treue Helfer und Helferinnen vom Verein Sittenbächer Kirwä e.V.

Diesmal wurde mit drei Anhänger gefahren und trotz aller Mühe war auch viel Freude dabei.

Ein Dank geht an alle Beteiligte und an den Vorsitzenden des Vereins, Stefan Neuner. Er hatte alles sehr gut organisiert und ist am Schluss selbst noch einmal alle Straßen abgefahren, damit kein Christbaum „vergessen“ worden ist. So musste zum ersten Mal der Ortspfarrer am Abend mit seinem eigenen PKW nicht noch Bäume abholen und wegbringen. Es gibt eben immer mal etwas Neues.

Insgesamt eine sehr schöne Aktion, die vor vielen Jahren begründet worden ist.

Auch die Jugendlichen, Konfirmanden und Präparanden waren wieder dabei und genossen am Ende die Langos, die der Jugendreferent Viktor Ambrusits gebacken hatte.

Das etwas andere Weihnachten

Wie schon im vergangenen Jahr musste auch diesmal genau organisiert werden, wie die Gottesdienste am Hl. Abend gestaltet werden sollten. Der Kirchenvorstand hat sich dazu entschlossen, alle vier traditionelle Gottesdienste mit der 3 G Regel durchzuführen. Damit waren wir vom Wetter unabhängig, was sich als großer Vorteil erwies. Schließlich nieselte und regnete es. Beim Familiengottesdienst am Nachmittag um 16.00 Uhr wurde das Weihnachtsmusical aber nicht präsentisch aufgeführt, sondern als Video gezeigt.

Wer das Video anschauen will: https://youtu.be/zsW4MrjYfFU

Die Musikgruppe begleitete die Lieder.

Beim Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ wurden alle Lichter ausgeschaltet und es entstand trotz der Coronapandemie eine „heimelige“ Atmosphäre.

Das geknickte Rohr

Klein aber fein und in einer besonderen Stimmung, feierten wir den Dezember Vitamin C Gottesdienst. Auf der Playlist der Band fand man natürlich auch dieses Jahr „Mary’s boy child“ von Boni M. das einen gewisses Flair in unsere Thomaskirche trug.

„Ein geknicktes Schilfrohr zerbricht er nicht. Einen glimmenden Docht löscht er nicht aus.“ Das war die Kernbotschaft des Gottesdienstes. Auch wenn das Leben anders verläuft, wie ich mir es vorgestellt habe. Wenn Lebensschatten meine Biographie verdunkeln – mir die Sicht versperren. Gott hält das nicht auf, treu an meiner Seite zu sein – im Gegenteil er kämpft um mich. So, dass ich mich wieder lebendig und frei fühlen kann – auch mit „Knicken“ im Leben!

Mit dem Lied, dass nur hier in Altensittenbach gesungen wird, ließen wir gemeinsam, beschwingt und gut gelaunt den Gottesdienst ausklingen: „A star was born“!

Macht Bahn

Es war eine Freude zu sehen, dass auch im Advent ein Familiengottesdienst gefeiert werden konnte. Und ich war darüber begeistert, wie die Kinder sich im Gottesdienst auch bei den Gebeten beteiligt haben.

Die Adventszeit ist Vorbereitungszeit für das Weihnachtsfest. Schon in der Bibel wird das mit dem Bild einer Bahn zum Ausdruck gebracht. Aus diesem Grunde hat die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Altensittenbach zu einem Familiengottesdienst mit dem Thema „Macht Bahn“ eingeladen.

Neben einem Puppentheater mit dem Jugendreferenten Viktor Ambrusits war eine Eisenbahn aufgebaut um so Bezug zum Thema herzustellen. Die Adventszeit soll und kann unsere Herzen öffnen, dass wir in Jesus den Sohn Gottes erkennen.

Das bekannt Lied: „Tschu, tschu, tschu, die Eisenbahn, wer will mit nach Frankfurt (München) fahrn“ wurde umgedichtet in „Tschu, tschu, tschu, die Eisenbahn, wer will nach Weihnachten fahrn? Alleine fahren mag ich nicht, so nehme ich … mit“.

Auch wenn wegen der Coronapandemie die 40 Gottesdienstbesucherinnen und -besucher keine lange Eisenbahn bilden konnten, so konnten doch Namen genannt werden um zu zeigen, dass Menschen gemeinsam auf das Weihnachtsfest zugehen können um Jesus im Herzen zu empfangen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten Eisenbahnzüge aus Karton gebastelt, die von den Familien sehr gerne nach Hause mitgenommen wurden. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Gruppe „Utz und Gatterer“ ausgestaltet.