Gesegnet sein – nur Erfolg haben?

Am vierten Abend des diesjährigen Glaubenskurses „Der Segen bleibt“ aus der Reihe „Stufen des Lebens“ gab es ein intensives Nachdenken, was Segen konkret bedeutet. Jakob war wieder in seiner Heimat und hätte ohne Sorgen leben können. Aber bei der Geburt des letzten Kinder, Benjamin, stirbt seine Lieblingsfrau Rahel. Jakob zieht sich zurück, igelt sich ein und wird für seine Umgebung nicht mehr greifbar. Das wirkt sich auch im Umgang mit seinen Kindern aus. Benjamin ist noch klein. Das andere Kind mit Rahel, Josef, wird ständig bevorzugt. Durch den Schmerz um seine Frau merkt Jakob nicht, wie die anderen Kinder mit ihren Familien sich zurückgesetzt fühlen. Das hat konkrete Auswirkungen.

Josef wird schließlich von seinen Brüdern als Sklave nach Ägypten verkauft. Ihr Gefühl, benachteiligt zu werden und weniger Liebe zu bekommen als ihr Bruder, wandelt sich in Hass, der sogar vor Lebensbedrohung kein Halt macht. Denn unter normalen Umständen, hat ein Sklave in Ägypten keine lange Lebenszeit.

Es ist eine Geschichte vom Segen, in der viel Lüge, Neid, Hass, Todesdrohungen, Trauer und Gerissenheit eine große Rolle spielen. Aber dennoch gilt auch das andere: Der Segen bleibt. Gott zieht sich nicht zurück. Die Menschen müssen Verantwortung für ihr Tun tragen, aber Gott verlässt sie nicht. An dieser Stelle blitzt das Kreuzesgeschehen auf Golgatha durch. Nach außen sieht Jesus am Kreuz wie ein Gottverlassener aus, in Wirklichkeit ist sein himmlischer Vater bei ihm. Ein Weg, der für jeden Menschen gilt, der sein Leben Jesus gibt und sich von ihm segnen lässt.

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