Wenn Corona will, steht (endlich ein bisschen) weniger still, update 362 vom 12.03.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Geburt unter Israel-Flair

Heute ist der 12.03.2021. Simon hätte heute seinen 29. Geburtstag gefeiert. Ich kann es kaum glauben, dass das so lange her ist. Aber ich erinnere mich noch genau daran. Das hat auch damit zu tun, dass die Umstände vorher sehr interessant waren.

Ich hatte nämlich eine Israel-Reise geplant. Menschen aus dem Ries haben sich angemeldet und wir sollten am 01.03.1992 zurückkommen. Aber es hat sich dann irgendwann auch Simon angemeldet (nicht für die Reise!!). Also durfte er auf keinen Fall früher kommen. Bei den Erfahrungen der ersten beiden Schwangerschaften war ich voller Zuversicht, dass er sich Zeit lassen würde, bis sein Vater aus Israel zurückkommen würde. Das war ja dann auch der Fall.

Interessant ist aber, dass bei der Fahrt eine Frau dabei war, die als Beruf „Hebamme“ angegeben hat. „Ich bringe im Krankenhaus Oettingen Kinder zur Welt“. In mir kam der Verdacht auf, dass diese Frau vielleicht auch die Hebamme bei der Geburt unseres dritten Kindes sein könnte.

Am 12.03.1992 fuhren wir kurz nach Mitternacht in dieses kleine mittelalterliche Städtchen und parkten am Krankenhaus. Wir gingen zur Geburtsstation und tatsächlich: Die Hebamme von der Israelfahrt begrüßte uns und natürlich vor allem mich!! Und während meine Frau in Wehen lag, erhielt ich Kaffee und ließ es mir gut gehen. Unsere Gespräche drehten sich um die noch ganz frischen Erlebnisse aus dem Hl. Land. Ich war sichtlich bemüht, meine Frau in ihren Wehen nicht zu vergessen. Das Kind kam gut auf die Welt und meine Frau nahm unseren Sohn glücklich in ihre Arme. Aber vermutlich ist kaum ein Kind mit so vielen Erzählungen aus einer Israel-Reise auf die Welt gekommen.

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